Das Leben usw.

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CERN-Cinema?

Oktober 13, 2009 · Kommentar schreiben

Wie kann man Leute für Physik begeistern? Manchmal hilft der Zufall. Oder ein Schriftsteller. Oder das Kino. Bei CERN (die Abkürzung bezieht sich auf den füheren französischen Namen Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire) nutzt man offensichtlich die Popularität des Kino-Films „Illuminati„, Originaltitel „Angels & Demons“, der auf einem Buch von Dan Brown basiert und in dem CERN eine Rolle spielt.
So hat man eigens eine Web-Seite zum Thema erstellt: „Angels & Demons – the science behind the story„. Gute Idee, wie ich finde (aber leider nur in Englisch und Französisch).
Und über den LHC wird sogar Unterrichtsmaterial angeboten und es gibt Seiten für Lehrer und Studenten  (leider auch nur in Englisch, aber das ist eben die internationale Sprache der Physik).
Wem das alles zu trocken ist, der kann immer noch mit dem LHC-RAP vorlieb nehmen:


LHCb sees where the antimatter’s gone
ALICE looks at collisions of lead ions
CMS and ATLAS are two of a kind
They’re looking for whatever new particles they can find…

… und schon hat man was gelernt! Die ursprüngliche Seite des Raps auf Youtube hatte übrigens innerhalb der ersten sechs Wochen gleich mehr als 3 Millionen Aufrufe. Die groß geschriebenen Teile sind übrigens die Hauptdetektoren für Elementarteilchen. Haus-große Teile um diese Winz-Dinger aufzuspüren.

Ach ja, CERN heißt übrigens heutzutage in der Langform „European Organisation for Nuclear Research“. Man ist aber bei der alten Kurzform CERN geblieben. Die Abkürzung EONR klingt ja auch eher zum Abgewöhnen.

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Spinne ohne Netz und Beute

Oktober 13, 2009 · Kommentar schreiben

Was man beim Stöbern so alles findet… So wurde kürzlich in Südamerika tatsächlich eine Spinnenart entdeckt, die vegetarisch lebt. „Bagheera kiplingi“ ist damit wohl die Einzige unter den etwa 40000 bekannten Spinnenarten. Ein Netz muss sie deshalb auch nicht spinnen. Bäume, sie lebt wohl hauptsächlich auf Akazien, laufen ja nicht weg.

Kategorien: Kurios · Wissenschaft

Ich bin ja so gespannt

August 8, 2009 · Kommentar schreiben

Heute las ich, dass der Large Hadron Colider (LHC), die größte Maschine der Welt im November wieder in Betrieb gehen wird.
Ich bin ja so gspannt auf die Ergebnisse…
Aber leider muss man noch eine ganze Weile warten, bis es richtig interessant wird. Denn nach der verganenen Havarie wird der LHC nur stufenweise auf volle Leistung gefahren. Okay, die Energien, mit denen da gearbeitet wird sind nicht von Pappe. (Schätze mal, dass es ganz schön knallen könnte, wenn so ein Strahl aus dem Ruder laufen würde.) Erst mit 3,5 Tera-Elektronenvolt (TeV), dann mit 5 und schließlich mit 7 TeV. Bin mal gespannt wann das sein wird. Ich vermute mal erst Herbst 2010 oder gar erst 2011.
So ist das leider in der Forschung: Gut Ding will Weile haben! Aber die Warterei ist trotzdem nevig für unsereins als Laien. Schon 1969 mit der Mondlandung fing es bei mir an – also mich zu nerven. Da landeten die endlich mal und dann… dauerte es Stunden, bis die endlich ausstiegen. Eine Ewigkeit für mich (ich war erst 6). Satellitenstarts, Bohrungen im ewigen Eis, Klimaforschung… herrje, bis man da etwas weiß… Und Atlantis hat immer noch keiner gefunden.
Tja, so ist das eben. Inzwischen merke ich das in kleinstem Maßstab selbst. Seit geraumer Zeit interessiere ich mich verstärkt für Geologie, habe mir Mega-, wenn nicht Gigabytes an Fakten in die Birne gehauen und immer noch das Gefühl, keine große Ahnung zu haben, auch wenn ich inzwischen Vulkanite von Metamorphiten und Sedimentiten (Gesteine) recht zuverlässig unterscheiden kann. Aber ob der schwarze kleine Brocken, der gerade vor mir liegt, nur eine Art sehr dunkler und sehr feinkörniger Basalt ist oder doch ein Stück Obsidian (vulkanische Glas) weiß ich immer noch nicht. Gefunden habe ich das Ding im letzten Winter bei einem Spaziergang in den Feldern am Wegesrand. Es wird wohl noch dauern, bis ich das heraus hab.
ich bin ja so gespannt…

Nun gut, beim LHC haben so wenigstens die Weltuntergangspropheten noch eine Weile zu tun, bis sich dann herausstellen wird, dass der LHC die Welt doch nicht zum Einsturz bringen wird.

Kategorien: Das Leben · Wissenschaft

Verd….. Sch….

Juli 16, 2009 · 3 Kommentare

„Au! Verflucht noch eins…! So eine Sch….! F…, f…, f…!“
So oder so ähnlich dürfte es sich angehört haben, als ich vor einiger Zeit im Dunkeln durch die Wohnung ging und mit nacktem Fuß schwungvoll gegen eine Hantel trat, die ich vergessen hatte wegzuräumen. Fast einen halben Meter habe ich das Ding gekickt. Entsprechend war der Schmerz. Und entsprechend laut meine Flüche.

Tja, auch meine Eltern haben einst versucht, mich vor dem Fluchen zu bewahren bzw. es mir wieder abzugewöhnen. Gelungen ist es ihnen, wie so vielen Eltern, nicht. Immerhin habe ich gelernt, in welchen Situationen man es besser lässt.

Wie ich vor ein paar Tagen in der Netzzeitung las, gehört die oben geschilderte tatsächlich nicht dazu. Denn:

„Fluchen lässt den Schmerz besser ertragen“!
Anscheinend zeigt Fluchen nicht nur seelische, sondern auch körperliche Wirkungen. Wirkungen, die den Schmerz dämpfen.

Von wegen ‘Indianer kennen keinen Schmerz’. Vielleicht haben die ja nur geflucht wie die Bierkutscher. Hätte von den Bleichgesichtern ja doch keiner verstanden.
Vielleicht hätte man noch untersuchen sollen, ob das alles auch wirkt, wenn man sich den Fluch nur denkt. Das würde dann auch erklären, weshalb die stolzen Krieger immer so schweigsam und stolz am Marterpfahl standen.
(Ja gut, ich kenn’ das halt jetzt nur aus den Filmen… in so fern…)

Bin mal gespannt, welche Auswirkungen das auf die zukünftige Kindererziehung hat.

Kategorien: Das Leben · Pannen · Wissenschaft

Kassel an der Nordsee?

Februar 2, 2009 · 3 Kommentare

Seit geraumer Zeit interessiere ich mich ja verstärkt für Geologie. Warum? Vielleicht, weil ich schon immer etwas langsam war und meine geistige Entwicklung mit der Kontinentaldrift korreliert?

Egal! Jedenfalls ist Geologie eine sehr interessante Sache, selbst vor der eigenen Nordhessischen Haustür, wo der später aufkommende Vulkanismus den tertiären Muschelkalk durchbrochen und mit Tuff und Basalt überdeckt hat.
Tatsächlich hätte man im Kasseler Becken sogar schwimmen können (heutzutage geht das nur, wenn die Fulda über die Ufer tritt – oder in den dafür vorgesehenen Einrichtungen). Ja, hier gab es sogar Meeressand, bzw. den gibt es heute noch. Er sieht nur ein bisschen verändert aus.
Vorsicht dürfte in (viel) früheren Zeiten aber angebracht gewesen sein, denn, so legen es Fossilienfunde nahe, hier hat es Haie gegeben. Wirklich!
Okay, das ist jetzt schon ein bisserl her, zugegeben. Und eine Tourismusindustrie gab es damals eigentlich auch nicht so wirklich, geschweige denn Touristen… also zumindest keine menschlichen.

Aber einige Erkenntnisse über die geologische Vergangenheit lesen sich heutzutage fast wie die Vorhersage der Folgen der globalen Erwärmung:

In Deutschland reichte im Oligozän vor etwa 30 Millionen Jahren die Nordsee bis zum Niederrhein und in den Raum von Kassel (Hessen). Ostdeutschland war bis zum Harz und Leipzig (Sachsen) vom Meer überflutet.

Noch Fragen?

Gut, so schnell kommt das jetzt nun nicht wieder. Das dauert (wenn es überhaupt so kommt). Und auch die Arbeiten an der Uferpromenade gehören nicht in diesen Kontext. Die soll einfach nur an der Fulda entlang führen.
Aber wenn man sich so vorstellt: Meeresspiegel ein paar Meter ‘rauf und vielleicht senkt sich Norddeutschland noch ein bisschen ab – so was gibt’s ja in der Geologie – und schon steht der Drehort für die dreitausendsibenhunderteinunvierzigste Staffel von Baywatch fest, oder? ;-)

Kategorien: Geologie · Satire