Das Leben usw.

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EU verschärft Regeln für Lobbyisten, während Berlin noch zögert

April 30, 2008 · No Comments

Liebe Leser, leider war mir gestern bezüglich der Daten des LobbyControl-Newsletters ein Irrtum unterlaufen. Hier nun die korrigierte Fassung.

Der LobbyControl-Newsletter vom 15.04.2008 brachte frohe Kunde:

“Der zuständige EU-Kommissar SiimKallas hat nun angekündigt, dieser demokratieschädlichen Praxis in Brüssel ein Ende setzen zu wollen. Bis Ende des Jahres will er einen Vorschlag vorlegen, der die Regeln für sogenannte “nationale Experten” verschärft und Vertreter aus der Privatwirtschaft ausschließt.

Kallas hat erkannt, was LobbyControl schon fordert, seit die Mitarbeit von Lobbyisten in den Ministerien bekannt geworden ist: Dieses Einfallstor für Lobbyisten, das insbesondere den ohnehin starken Interessenvertretern aus Unternehmen und Wirtschaftsverbänden offen steht, muss geschlossen werden!”

Leider wurde die Berliner Praxis, Vertreter der Wirtschaft in Ministerien direkt an Gesetzesentwürfen, Verordnungen und sogar an Vergabeverfahren teilnehmen zu lassen, noch nicht geändert. Es wird so getan, als sei das alles normal. Dagegen LobbyControl:

“Gleichzeitig zeigen die deutlichen Maßnahmen, zu denen man nun in Brüssel greifen will, dass die Mitarbeit von Lobbyisten in
Regierungsinstitutionen keinesfalls eine normale politische Praxis ist.”

Gleichwohl arbeiten in der deutschen Bundesregierung immer noch Lobbyisten direkt in Ministerien mit. LobbyControl fordert die Bundesregierung daher auf:

“Lobbyisten raus aus den Ministerien!”

Immerhin wird inzwischen wohl eine Richtlinie in Berlin diskutiert. Die Praxis der Lobbyisten in Ministerien solle aber, laut neuestem LobbyControl-Newsletter (30.04.0 8) nicht ganz abgeschafft werden.

LobbyControl wird wohl weiter daran arbeiten.

(Siehe auch:
Europas harte Hand gegen Lobbyisten
EU-Transparenz: Ein Schritt in die richtige Richtung, aber noch nicht am Ziel

FTD: EU-Kommission nennt Lobbyisten-Namen
Europa-transparent

Categories: D-land · Demokratie · Europa · Gesellschaft · Politik · Wirtschaft

Linux für brasiliens Schüler - Schlappe für Microsoft

April 25, 2008 · 2 Comments

Etwa 52 Millionen brasilianischer Schüler werden ihre IT-Kenntnisse demnächst auf Debian-Linux mit KDE Oberfläche erwerben. Eine Schlappe für Microsoft, denn es ist zu erwarten, dass die wenigsten anschließend auf ein fremdes System umsteigen, dass auch noch einen Menge Geld kostet, wenn doch das gewohnte kostenlos zur Verfügung steht.

Derweil lässt Steve Ballmer die Unsicherheit über den Fortbestand von Windows XP durch unklare Aussagen weiter im Ungewissen. Nach dem zu urteilen, was die Süddeutsche heute berichtet, könnte man ja auch unter Umständen vermuten, dass XP womöglich noch Vista überlebt. ;-)
Eine “spürbare Geschwindigkeitszunahme” wie bei der neuen Version von Ubuntu-Linux, von der Thomas in seinem Blog Nicht spurlos berichtet, können Kleinstweich-Kunden wohl sowieso nur träumen.

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Online-Lexikon demnächst auf Papier

April 22, 2008 · 2 Comments

Vor nicht allzu langer Zeit beschloss ein großer Lexikon-Verlag noch, sein Standardwerk demnächst nur noch online herauszubringen. Und jetzt das:

Bertelsmann will die Wikipedia als Buch veröffentlichen. Okay, okay, es wird nur ein Band mit etwa 1% der tatsächlichen Wikipedia. Aber trotzdem: Wer hätte das gedacht.

Wiedereinmal überholt die Wirklichkeit alle Vorstellungen, die wir uns von der Zukunft machen.

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Entsetzen in Australien und Zittern in Bayern?

April 11, 2008 · 2 Comments

Der Klimawandel zeigt ungeahnte und dramatische Folgen. Die Netzzeitung berichtet die Prognose des neuseeländischen Klimaforschers Jim Salinger:

«Entweder wird es Kneipen ohne Bier geben oder das Bier wird teurer»

Was sich zunächst wie ein Witz anhört, mit dem man bayerische Stammtische erschrecken könnte, ist bittere Wahrheit:

«Die meisten Gebiete Australiens, in denen Braugerste angebaut wird, werden wahrscheinlich Ernterückgänge haben», erklärte der Klimaforscher. (ebd.)

Braugerste ist der wichtigste Grundstoff für das Brauen von Bier. Ebenso wird berichtet, dass die Preise für Gerstenmalz und Zucker schon deutlich gestiegen seien. Infolge der Globalisierung dürften sich diese Preissteigerungen in nicht allzuferner Zukunft auch auf die deutschen Preise auswirken. Ratlosigkeit macht sich breit und bange Fragen an die Zukunft werden gestellt. Gehen die Vorräte zur Neige? Wenn Malz teurer wird, ist Hopfen dann verloren? Werden wir trotz Anstieg des Meeresspiegels bald auf dem Trockenen sitzen? Müssen staatliche Hilfen zum Lebensunterhalt um einen Bier-Zuschuss erhöht werden, damit nach dem Nichtraucherdebakel nicht noch mehr Kneipenwirte in die Pleite getrieben werden? Oder wäre es besser, auf die Mehrwertsteuer beim Bier zu verzichten, damit hiesiges Kulturgut weiterhin lebendig bleibt? Steht die CSU nun endgültig vor dem Aus oder wandelt sie sich zur ÖSU, zur ökologisch-sozialen Union? Setzt man lieber auf Atom- oder Windkraft? Kommt es nun, von Bayern ausgehend, doch zur Weltrevolution? Und sind ohne Bier die bald schneefreien Alpen überhaupt zu ertragen? Und wie sieht es eigentlich mit den Nachbarn, der Schwiegermutter oder gar dem eigenen Ehepartner aus?

Weder diese noch andere Fragen zu Hopfen, Malz und Bier, werden in meinem nächsten Post beantwortet werden.

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Die Rückkehr der Segelschiffe?

April 11, 2008 · 1 Comment

Nein, eine Rückkehr ist es eigentlich nicht. Heute sieht das mit dem Segeln ganz anders aus. Auch muss niemand mehr in die Wanten klettern um Segel zu setzen oder zu bergen.

Einem Frachtschiff namens MS Beluga SkySails gelang es vor kurzem mittels eine Kite-Segels, also eigentlich einem dem Lenkdrachen ähnlichem Gerät, zwei Tonnen Treibstoff pro Tag zu sparen.

An der TU Berlin wurde mittels virtueller Schiffstechnik im Computer nun durchgerechnet, welches Antriebspotenzial in der Verwendung von Segeln in der modernen Schifffahrt liegt und, damit verbunden, welcher wirtschaftliche Nutzen dabei herausspringt.

Das Ergebnis überzeugt: Beim aktuellen Preis für Schiffsdiesel (450 €/t) könnte ein Frachtschiff im Jahr 800 000 Euro an Treibstoff sparen. Und ein anderer, heutzutage vielleicht sogar wichtigerer Nutzen springt dabei heraus: Bei einer Nutzung im großen Maßstab würden geradezu gigantische Mengen an Schadstoffen weniger in die Atmosphäre geblasen.

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