Das Leben usw.

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Grober Unfug: Die Sommerzeit!

März 30, 2008 · 1 Comment

Manchmal frage ich mich, ob nicht doch irgendwo ein kleines Häufchen Leute sitzen, die sich zwei mal im Jahr lachend die Schenkel schlagen, weil sie es geschafft haben, allen anderen die Zeitverschiebung vorzuschreiben.

Leider gehöre ich zu denen, die sich nur extrem schwer an diese Zeitverschiebung gewöhnen und ich fühle mich diskriminiert, jawohl! (Gab es da nicht so ein Gesetz gegen?) Und das um so mehr, als manch früher Vogel mir dann noch unterstellt, ich wolle mich ja gar nicht daran gewöhnen, weil ich ja von vornherein etwas gegen die Sommerzeit habe.

Apropos Vögel… und nur mal so nebenbei: Wer fängt eigentlich die späten Würmer?

Nein, mittlerweile bin ich sogar in einem Alter, in dem ich sogar gern etwas früher aufstehe, um mehr Zeit für mich zu haben, mir mit etwas Frühsport Bewegung zu verschaffen usw. Ein richtiger, genetisch bedingter Morgenmuffel bin ich wohl doch nicht. Aber jetzt müsste ich ja noch früher aufstehen - zuviel des Guten. Und: Mein Zeitgefühl ist (helligkeits- und sonnenstandsbedingt) im Eimer. Und wenn ich entsprechend früher ins Bett will, fängt der Nachbar um 22.00 Uhr noch an, zu Grillen - es ist ja noch hell! Na prima! :-/
(Und heute: Trotz des leider wohl vorübergehend schönen Wetters heute liegt auf dem Essigberg bei Kassel noch stellenweise Schnee.)

Und wozu das alles?

Die Antwort ist einfach: Für nichts, gar nichts, überhaupt nichts.

Ehrlich, mir hat noch niemand einen irgendwie fundierten Vorteil nennen können. (Wer unbedingt eher aufstehen will, kann das doch auch ohne Sommerzeit tun.) Und wenn ich mich so in den verschiedenen Medien umsehe, scheinen auch von wissenschaftlicher Seite wohl keine Gründe vorzuliegen.

Alle vermeintlichen Vorteile beruhen anscheinend auf individuellen Gewohnheiten oder auf - halten Sie sich fest - GLAUBEN, ANNAHME, VERMUTUNG! Nichts weiter. Am meisten amüsiert mich dabei noch die These der Energieersparnis. Weiß eigentich jemand, wie groß der Energieaufwand ist, weil die Leute früher aufstehen und dann noch mehr heizen müssen. Und im Sommer steigt dann nachmittags in warmen Gegenden noch der Stromverbrauch durch die vermehrte Nutzung von Klimanalagen. Und das ist keine Vermutung: In den USA hat eine wissenschaftliche Studie ergeben, dass durch die Sommerzeit sogar noch mehr Energie verschwendet wird gerade für Privathaushalte. Die Kosten für die zusätzliche Umweltverschutzung im Staate Indiana, in dem die Studie durchgeführt wurde, werden auf Millionenbeträge beziffert.
Und das in Zeiten des Klimawandels!

Die Sommerzeit entpuppt sich also immer mehr als grober Unfug - millionenteurer Unfug. Und da anscheinend 62% der Bevölkerung schon dieser oder ähnlicher Meinung sind: Schafft die Sommerzeit ab! Jetzt!

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4th of July - The LINdependence Day

März 21, 2008 · 1 Comment

LINdependence!

(LINdependence-Logo mit freundlicher Genehmigung von Kenneth Starks)

Eine ganze Kleinstadt soll für eine Woche zur (fast) Microsoft-freien Zone werden. Felton/California mit etwa 1100 Einwohnern soll binnen dieser Zeit umgerüstet werden. Als Träger der gesamten Anstrengung wünscht man sich außer HeliOS noch verschiedene Linux-Distributoren und Open-Source-Organisationen wie etwa Firefox, GIMP, XMMS und andere - wobei leider auf der Homepage des Projektes noch nicht so viel davon zu sehen ist. Aber noch ist ja etwas Zeit.
Stichtag des Spektakels ist der 4. July, der Unabhängigkeitstag der USA, hierzulande spätestens bekannt, seit dem Kino-Hit “Independencs Day” von Roland Emerich. Hier war es allerdings, dank Product-Placement deutlich zu sehen, ein Apple Notebook, mit dessen Hilfe die Erde vor den zerstörerischen Aliens gerettet wurde. (Na gut, Linux läuft ja auch auf Apple…)
Dieses Mal soll Linux die Welt beschützen oder retten, weshalb der 4. Juli kurzerhand zum

LINdependence-Day

erklärt wird.

Organisiert wird das Ganze von Ken Starks, Linux-Aktivist und Mitarbeiter von HeliOS, der im letzten Jahr mit dem Projekt Tux500 für Aufsehen sorgte, indem er über 18000 US-$ für die Plazierung von Linux-Werbung auf einem Rennwagen beim Indeanapolis Rennen einwarb.
Geplant sind in Felton allerdings eher Installationspartys, Presseveranstaltungen, Seminare u. Ä.

Auch in diesem Jahr sucht man weiter nach Sponsoren und Spenden, auch von Einzelpersonen, sind erwünscht. Christian Einfeldt, ein professioneller Filme-Macher, soll das Projekt dokumentieren. Ich bin gespannt…

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Bush und Cheney in Vermont von Haft bedroht

März 6, 2008 · 3 Comments

Die Bürger zweier Gemeinden im amerikanischen Bundesstaat Vermont sprachen sich offenbar in einem Volksentscheid für ein Gesetz aus, welches eine Festnahme des amerikanischen Präsidenten Bush und des Vize-Präsidenten Cheney durch die örtliche Polizei anordnet. Begündung laut Handelsblatt: Verbrechen gegen die Verfassung.

Ein Beweis dafür, dass auch angesichts Golfkrieg und Rüstungs-/Öl-Filz in der amerikanischen Regierung, Antiamerikanismus trozdem fehl am Platz ist.

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Vom Saulus zum Paulus?

Februar 21, 2008 · 1 Comment

Kurzfristig anberaumte Pressekonferenz, Strategiewechsel, Preisgabe von Betriebsgeheimnissen, neue Offenheit… die Stichworte klingen gewaltig, wenn man bedenkt, dass es sich dabei um den Software-Giganten mit dem sehr kleinen, weichen Namen handelt. Sogar die Open Source Community will man anscheinend künftig in die Arme schließen, obwohl man sie doch so lange bekämpft hatte. Man fragt sich: Ja, was ist denn daaa los? Handelt es sich mal wieder um Vaporware?

Offenbar nicht, denn sogleich wurden auf einem Entwicklerportal riesige Mengen an Informationen freigegeben, von denen viele in der Open Source Gemeinde bislang auch aus Konstengründen nur träumen konnten.
Eine Art Glasnost also im Staate Washington? Womöglich gar Perestroika in einem Konzern, der seinerseits das quelloffene Betribsystem Linux einmal als “Kommunismus” bezeichnete?
Keinesfalls, denn das Ganze dürfte wohl keinem altruistischen Gesinnungswandel entsprechen, sondern kaltem wirtschaftlichem Kalkül. Der Tägliche Ärger mit verschiedenen Verfahren wegen Verstoßes gegen Wettbewerbsregeln, evtl auch ein drohender Kurswechsel in der US-Führung, die bisher eine Art schützende Hand über die Redmonder Softwareschmiede gehalten hatte, der Gegenwind bei OOXML, zeigen wohl ihre Folgen. Vielleicht, aber nur vieleicht, hat man ja auch gemerkt, dass die Dirigismen einer Konzernstruktur, die nach dem Empfinden vieler dem Kunden nur den kleinstmöglichen Vorteil zukommen ließ, den er für sein Geld erwarten konnte und die ihn dann fast schon nötigte immer mehr zu investieren, als er eigentlich wollte, dass diese Struktur der quasi basisdemokratischen und zum Teil sehr idealistischen und reaktionsschnellen Struktur der Open Source Szene nicht gewachsen ist. Das man um des Erfolgs willen zuweilen auch bereit ist, neue Wege zu gehen, zeigte M$ bereits, als es weltweit Hacker dazu einlud, bei der Fehlerbeseitigung im Betriebssystem Vista zu helfen. Kostenlose ‘Mitarbeiter’ für zumindest teilweise Offenheit bei den Codes - dieses Kalkül könnte sogar irgendwie aufgehen. Die Alternative wäre wohl ein langfristiger Abstieg von M$. Für die Open Source Szene könnte sich die neue Strategie möglicherweise als zwiespältig erweisen: Neuen Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen OS- und proprietärer Software, steht möglicherweise ein Konflikt um Ressourcen gegenüber, wenn eine große Zahl von Programmieren sich mit dem Redmonder Code beschäftigen sollte.
Andererseits - ehrlich gesagt - ich wüsste nicht, was mir unter Linux fehlen würde und was mir das jetzt bringen könnte. Und: Nach einer kurzen Phase der Demokratisierung folgte auf Glasnost und Perestroika in Russland die Ära Putin mit ihren Einschränkungen der Pressefreiheit, der Behinderung der Opposition usw.

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Schlechte Nachrichten für Sicherheitsfanatiker

Februar 5, 2008 · No Comments

Mal abgesehen davon, dass die für geheime Lauschaktionen zuständige NSA so viel Computer-Power besitzt, dass wahrscheinlich an der halben Ostküste das Licht aus gehen würde, wenn sie alles einschaltet, schaffen zu viele Sicherheitsbestrebungen auch offenbar wieder Unsicherheit.

Laut heise.de haben führende Wissenschaftler auf dem Gebiet der Computersicherheit festgestellt, dass die amerikanischen Bemühungen um eben diese ausgerechnet von Terroristen zur Vorbereitung von Angriffen benutzt werden könnte. Mal abgesehen davon, dass einige Sicherheitfanatiker mit Bürgerrechten umgehen, als wäre 1984 von George Orwell nie geschrieben worden, zeigt sich hier wieder, dass die Datensammelwut eben auch gewaltige Nachteile mit sich bringt. …Mal ganz abgesehn davon, dass es den Verfassungsorganen in den Vereinigten Staaten nicht gelungen ist, das unrechtmäßige Abhören von Tausenden von eigenen Bürgern zu verhindern.

Sich an diesen (Un-)Sicherheitsmaßnahmen der USA zu orientieren, dürfte also auch für die deutsche Politik gerade nicht das Gebot der Stunde sein.

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