Das Leben usw.

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Deutschland auf dem Weg zum Mond?

Mai 9, 2008 · No Comments

(Achtung Satire!)
Wahr ist: Die Netzzeitung meldet, dass die Bundesregierung einen Vorschlag des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt für eine deutsche Mondmission prüft. Die Rolle unseres Landes in der Raumfahrt sei die einer Mittelmacht, hieß es.

Wahr ist auch: Böse Zungen meldeten sich dagegen mit dem Vorschlag zu Wort, die Bundesregierung doch gleich mit auf den Mond zu schießen.

Unwahr ist dagegen, dass Teile der Koalition wie auch der Opposition auch diesen Vorschlag prüfen… total unwahr! Wirklich!

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Nur mal so nebenbei: Nationaler Sicherheitsrat für Deutschland

Mai 5, 2008 · 3 Comments

(Vorsicht Satire!)
“Wie sollen wir reagieren, wenn die Chinesen in Afrika Diktatoren unterstützen, um sich den Zugang zu Rohstoffen zu sichern?” fragt sich Unionsfraktionschef Volker Kauder laut tagesschau.de gegenüber der Welt am Sonntag.
Tja, und weil das keiner weiß, deshalb brauchen wir schleunigst einen Nationalen Sicherheitsrat. Gut, die Idee ist nicht neu und eigentlich auch nur von den Vereinigten Staaten abgeschaut. Aber schließlich wissen die ja, wie man mit Diktaturen umgeht. Das haben sie ja bei Saddam Hussein gezeigt, bzw. dem haben sie’s gezeigt, oder?

Also: So was wie die Amis haben, brauchen wir auch. Und eine Regierung, die ratzfatz so was entscheiden kann nun nicht erst lange mit dem Parlament fackelt. Okay, das muss ja dann hinterher das Geld bereitstellen. Aber: Einer Regierung im Krieg fällt man schließlich nicht in den Rücken, auch nicht, indem man das Portemanaie zu macht. Machen die Amis ja auch nicht. Nicht mal bei Bush.
Schließlich geht es um unsere Sicherheit, unsere Freiheit, unseren Wohlstand.
Und da war doch noch was… Ach ja: Die Bundeswehr muss endlich auch im Inneren dürfen. Ja, gut, also nicht das, was sie beispielsweise am Hindukusch macht. Aber wenigstens muss sie erstmal überhaupt etwas im Inneren dürfen. Damit keiner Angst kriegt erstmal nur helfen und die Heimat schützen. Helfen ist schließlich immer gut. Außerdem, was sollten wir denn beim nächsten Oderhochwasser sonst machen. Etwa jemanden anders wählen? Naja, und was z. B. Heimatschutz ist… das kann man ja dann noch präzisieren oder auch nicht, oder auch ändern. Weil: Das Grundgesetz ist ja dann schon geändert, sonst ginge ja das mit dem Hochwasser schon nicht, oder? … Ich frage mich nur… das mit dem Heimatschutz… haben die denn all die Jahrzehnte unsere Heimat schutzlos gelassen, oder was?
Aber egal. Jetzt wird ja alles besser. Mehr Sicherheit ist ja immer gut, und dazu zählt in Zeiten, wo Menschen als Humankapital bezeichnet werden natürlich auch der Zugang zu Rohstoffen. Ich meine, was wären wir Humankapital denn ohne Rohstoffe? Was wäre eine Maschine, die Kotflügel herstellt denn ohne Blech? Nichts wert, arbeitslos, genau! Wollen Sie das?
Sehen Sie, und deshalb brauchen wir den Nationalen Sicherheitsrat. Schließlich steuern wir ja auch auf die Vollbeschäftigung zu.
Die USA haben es uns doch vorgemacht mit ihren ‘vitalen Interessen’ weltweit. Und die Anderen sind da halt nur Konkurrenz, also eine Bedrohung unserer Sicherheit.
Aber ich muss zugeben, alles verstehe ich da immer noch nicht. Was machen wir denn nun, wenn die Chinesen Diktaturen unterstützen, um sich den Zugang zu Rohstoffen zu sichern? Müssen wir denn überhaupt etwas anderes machen, als jetzt auch? Also gute Geschäfte mit den Chinesen? Und vielleicht ein paar Goldmedaillen bei Olympia absahnen?
Was ist denn an der Unterstützung von Diktaturen so verwerflich? China ist doch auch eine, mehr oder weniger. Und wir investieren dorthin, liefern Ideen und Technologie, kaufen T-Shirts und Fernseher, sichern uns den Zugang zu Märkten… und die sichern sich die Rohstoffe in Tibet.
Manchmal verstehe ich den Kauder nicht. Wieso sollen die Chinesen nicht dürfen, was wir auch machen?
Früher haben wir den Schah herzlich empfangen, Blaupausen für U-Boote nach Indonesien geliefert, das gerade in Ost-Timor zugange war (U-Boote kann man ja nicht im Inneren einsetzen oder? In einem Staat, der aus hunderten von Inseln besteht aber vielleicht doch. Haben wir eben gerade nicht dran gedacht, wen kümmert’s?). Unsere Industrie machte auch nach Ayatollah Komeini noch gute Geschäfte mit dem Iran. Und jetzt machen wir uns Sorgen, dass der Iran mit den Chinesen handelt? Mit dem deutschen Sturmgewehr G3 wird in ungefähr 64 Staaten dieser Erde geschossen - offenbar auch z. B. in der Krisenregion Dafur. Selbst da wissen die Leute also, was deutsche Wertarbeit bedeutet. Irgendwo müssen die Millionen von G3 ja auch hin. Wir haben da ja längst nicht mehr genügen Soldaten für (und außerdem eine modernere Version). Ja und glauben Sie wirklich, dass das alles nur Demokratien sind, wo die hingeliefert wurden (von wem auch immer)?
Psst… …Übrigens mal so ganz nebenbei: 1993 stand tatsächlich ein Geschäftsführer der Hersteller-Firma vor dem Landgericht Rottweil, weil sich herausstellte, dass bei den angeblich unvollständigen Bausätzen, für die man wohl keine Ausfuhrerlaubnis gebraucht hätte, nur der Schlagbolzen fehlte. Allerdings war dieser dummerweise wieder an seinem Platz, als man die Waffen später an Bord eines Schiffes nach Dubai entdeckte, wohin die Waffen über England geliefert werden sollten. Und wissen Sie, wer die Firma da verteidigt hat? Der Bruder vom Volker Kauder. Ehrlich, das stand in der Zeit. Aber eigentlich hat das ja nichts mit dem Nationalen Sicherheitsrat zu tun.
Mit dem will der Kauder (also der Volker, nicht sein Bruder) aber auch die Akzeptanz für Auslandseinsätze der Bundeswehr erhöhen. Und spätestens da versteh’ ich gar nix mehr. Also erstens könnten also deutsche Bundesbürger ja nun in mindestens 64 Ländern, ich habe auch mal von mehr gehört, in die Rohre von deutschen Sturmgewehren blicken. Und der Normalbürger kann das dann in Zukunft auch hier zuhause haben, weil die Bundeswehr ja im Inneren… Also mehr Bundeswehr im Äußeren und mehr Bundeswehr im Inneren…? Also eigentlich egal, Hauptsache, mehr Bundeswehr, oder was? Wenn man bedenkt, was das wieder kostet! Müssen denn dann nicht wieder die Sozialleistungen drastisch gekürzt werden, damit das Geld da ist, um unseren Wohlstand zu beschützen? Aber dann müssen wir ja wieder mehr bei den Chinesen kaufen, weil wir uns nichts besseres mehr leisten können. Und die machen uns dann Konkurrenz bei den Rohstoffen. Mir schwirrt der Kopf!
Also Herr Kauder, könnten Se mir das noch mal logisch erklären?

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Dummain-Namen.doof?

April 14, 2008 · 1 Comment

Also manchmal geht ja nichts über den Selbstversuch. Versuch macht kluch, wie der Volksmund manchmal so verlauten lässt.
Bei der Süddeutschen stieß ich auf den Artikel, der sich mit Domains wie beer.com oder sex.com oder auch pizza.com beschäftigte. Pizza.com soll übrigens für 2,6 Mio. USD versteigert worden sein.
Da dachte ich mir, ich probier’ so was mal für Deutschland aus. Mal sehen, was es schon so alles gibt. Da laut Harrald Schmidt Essen ja der Sex des Alters sein soll, probiere ich es mal mit Fast-Food-Domains und Ähnlichem. (Den ersten Wortteil könnte man ja auch deutsch verstehen. Es ist eben fast so etwas wie Essen.)

Erster Versuch: www.schnitzel.de. Und? Tatsächlich, das gibts wirklich. Es ist die Homepage, oder wie der Eigner sagt, Heimseite der Vereinigung der Schnitzelfreunde Deutschland. Mittendrauf ein Schwein. Ja, die Deutschen sind Vereinsmeier, das scheint sich hier wieder zu bestätigen. Aber weiter…

Bei bratkartoffel.de meldet Strato, dass “diese Internetpräsenz” soeben freigeschaltet worden sei. Es seien aber noch keine Inhalte hinterlegt worden. Was heißt denn das nun? Habe ich jetzt mein Millionärsdasein verpasst?

Bratwurst.de hat sich offenbar ein großer Würstchenhersteller gesichert. Ansonsten: “Beim Laden von http://www.pommes-mit-majo.de ist folgender Fehler aufgetreten:
Unbekannter Rechner www.pommes-mit-majo.de” Hier gibt es also noch ein paar Millionen zu verdienen. ;-)
Auf currywurst-pommes.de wird man beobachtet.

heute-schon-gekotzt.de meldet “Unbekannter Rechner” = ungeahnte Profitchancen - vielleicht sollte man hier alle möglichen Verschreibweisen dazu belegen. Vorher sollte man sich möglicherweise rippchen-mit-kraut.de sichern. Dabei dachte ich eigentlich, dass hätten sich die beiden Komiker von Badesalz schon reserviert. Man erinnere sich an die rückwärts gespielten Schallplatten mit den angeblich satanischen Geheimbotschaften.
Weiter im Text: Bei butterbrot.deleuchtet mir gleich die Schlagzeile “Rettet das Butterbrot” entgegen. Ansonsten Rezepte, Stullenpetition, Galerie… alles da, was das Herz oder der Magen begehrt. Merkwürdiges tut sich bei www.apfel.de: Nämlich nichts. Weiße Seite, noch nicht einmal die Meldung, dass die Seite geladen ist, gar nichts. Hat Apple hier seine Hände im Spiel, so dass unter Linux trotz mehrerer verschiedener Browser nichts zu wollen ist? Oder gibt es auch hier einen Rechtsstreit mit der Stadt NewYork? Ist es ganz einfach ein Problem meines Rechners? Mysteriös…
Ein paar habe ich noch:
www.saufen-macht-doof.de präsentierte folgende Fehlermeldung:

saufen-macht-doof.de wurde noch nicht weitergeleitet
Bitte setzen Sie sich ggfs. mit dem Support in Verbindung.

www.saufen-macht-doof.de

Heißt das jetzt, dass die Domain wirklich schon vergeben ist? Gibt es beim Support Freibier?

www.völliger-schwachsinn.de scheint noch nicht vergeben. Wenigstens meldet der Browser: “unbekannter Rechner www.völliger.schwachsinn.de”. Wenn ich mir das Internet aber so ansehe, will ich es manchmal nicht so recht glauben - ehrlich gesagt. Diese Aussage bezieht sich natürlich auf keine der hier genannten Domains.
Das der Schein trügen kann - oder besser: man sich etwas anders vorstellt als andere Leute zeigt das nächste Beispiel:
Was unter www.kacke.de steht, kann jeder selbst nachschauen. Aber es geht um einen bekannten Mobiltelefon-Hersteller. Wer hätte das gedacht.
Dass käsefüsse.de tatsächlich vergeben ist, überraschte mich. Zumindest hätte ich angenommen einen Schuhdeodorant-Handel oder so etwas zu finden. Aber so kann’s gehen. Die Seite gibt es tatsächlich. Und wer würde denken, dass es hier um Wellnes geht? Ich zumindest wäre von allein nicht darauf gekommen.
Übrigens: Wer nach dem Fast-Food und den späteren ‘Unappetitlichkeiten’ ‘meint, er könne mit etwas Gesundem Millionen machen…
Fehlanzeige! salat.de hat sich auch schon jemand gesichert, komischerweise eine Firma die ich eher mit Dosen verbinde.
Fazit: Es gibt schon merkwürdige Domains… aber auch sinnig/witzige. Die richtig schwachsinnigen, die Dummains, sind offenbar größtenteils noch frei. Wenn man bedenkt, mit welchem Informationsmüll manchmal noch Geld gemacht wird, könnte sich die eine oder andere Adresse vielleicht doch noch lohnen. ;-)

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Entsetzen in Australien und Zittern in Bayern?

April 11, 2008 · 2 Comments

Der Klimawandel zeigt ungeahnte und dramatische Folgen. Die Netzzeitung berichtet die Prognose des neuseeländischen Klimaforschers Jim Salinger:

«Entweder wird es Kneipen ohne Bier geben oder das Bier wird teurer»

Was sich zunächst wie ein Witz anhört, mit dem man bayerische Stammtische erschrecken könnte, ist bittere Wahrheit:

«Die meisten Gebiete Australiens, in denen Braugerste angebaut wird, werden wahrscheinlich Ernterückgänge haben», erklärte der Klimaforscher. (ebd.)

Braugerste ist der wichtigste Grundstoff für das Brauen von Bier. Ebenso wird berichtet, dass die Preise für Gerstenmalz und Zucker schon deutlich gestiegen seien. Infolge der Globalisierung dürften sich diese Preissteigerungen in nicht allzuferner Zukunft auch auf die deutschen Preise auswirken. Ratlosigkeit macht sich breit und bange Fragen an die Zukunft werden gestellt. Gehen die Vorräte zur Neige? Wenn Malz teurer wird, ist Hopfen dann verloren? Werden wir trotz Anstieg des Meeresspiegels bald auf dem Trockenen sitzen? Müssen staatliche Hilfen zum Lebensunterhalt um einen Bier-Zuschuss erhöht werden, damit nach dem Nichtraucherdebakel nicht noch mehr Kneipenwirte in die Pleite getrieben werden? Oder wäre es besser, auf die Mehrwertsteuer beim Bier zu verzichten, damit hiesiges Kulturgut weiterhin lebendig bleibt? Steht die CSU nun endgültig vor dem Aus oder wandelt sie sich zur ÖSU, zur ökologisch-sozialen Union? Setzt man lieber auf Atom- oder Windkraft? Kommt es nun, von Bayern ausgehend, doch zur Weltrevolution? Und sind ohne Bier die bald schneefreien Alpen überhaupt zu ertragen? Und wie sieht es eigentlich mit den Nachbarn, der Schwiegermutter oder gar dem eigenen Ehepartner aus?

Weder diese noch andere Fragen zu Hopfen, Malz und Bier, werden in meinem nächsten Post beantwortet werden.

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Tragen “Leistungsträger” wirklich Leistung? Und wenn ja, wohin?

Februar 16, 2008 · 3 Comments

Nur mal so nebenbei: Natürlich kann man das Verhalten eines Postchefs Zumwinkel nicht generalisieren, obwohl gegen ettliche seiner Zunft - oft auch als “Leistungsträger” bezeichnet (wie hier von einem Sprecher des Finanzministeriums) - offenbar ermittelt wird.

Der Begriff “Leistungsträger” ist aber bereits generalisiert. Bei einigen dieser Leute könnte nun, wie Wolff von Rechenberg beschreibt, ein modischer Wechsel ins Haus stehen. Gemeint sind die, die ihren Teil der Erträge, die auch aus der Leistung gewöhnlicher Sterblicher entstehen (sofern ihnen Gelegenheit dazu, sprich, ein Arbeitsplatz, gegeben wird), nehmen und, ohne die zuständigen Behörden zu informieren, ins steuerlich günstigere Ausland tragen (also tatsächlich Leistung tragen - nämlich wegtragen). Folge: Der Teil der Leistung, der auf dem Umweg über den Staat der Allgemeinheit wieder zur Verfügung gestellt werden sollte, wird privatisiert, was im Falle von missglückter Nicht-Information der besagten Behörden zu den von Wolff von Rechenberg genannten modischen Veränderungen führen kann.

Es stören mich am Begriff des Leistungsträgers also 2 Dinge:

  1. Als Leistung wird bei diesem Begriff im Zusammenhang seines Gebrauchs die blanke Höhe des Einkommens definiert, was impliziert, dass der normale Arbeitnehmer so im relativen Vergleich zu den so genannten “Leistungsträgen” geradezu als “Nicht-Leister” dasteht (und in der täglichen medialen Kommunikation oft geradzu als dreister Bittsteller erscheint (von wegen angeblich nicht viel leisten, aber Geld haben wollen).
  2. Dass auch Leute unter die Kategorie “Leistungsträger” subsummiert werden, die munter Unternehmen zerlegen, verkaufen, Arbeitsplätze abbauen und oft selbst bei Misserfolg noch Millionen-Abfindungen bekommen (also wirklich keine Leistung bringen, aber einen Haufen Geld dafür bekommen).

Sollte sich jetzt noch tatsächlich erweisen, dass mehrere, einige oder gar viele der Leistungsträger Teile der Leistung anderer wegtragen, sollten wir uns von dem Begriff des Leistungsträger doch wirklich verabschieden, oder?

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