Laut Medienberichten, hat das US-Verteidigungsministerium (DoD) heute große Mengen an Software-Code unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht. Golem.de wertet dieses als erneute Demonstration der Ernsthaftigkeit des DoD-Bekenntnisses zu Open Source.
Was dem einen oder anderen vielleicht idealistisch erscheinen mag, dokumentiert andererseits puren Pragmatismus und den großen Vorteil von Open Source, den Code uneingeschränkt verändern zu können. Diesen will sich das DoD zunutze machen, um auf sich verändernde Rahmenbedingungen und Bedrohungen schneller reagieren zu können. (ebd.)
Ob ich in diesem Fall davon begeistert bin, lasse ich jetzt mal dahingestellt. Positiv kann ich aber vieleicht werten, dass ein Teil der US-Regierung sich ein Stück unabhängiger von Konzernen macht, indem es auf Open Source setzt.
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Die Organisation Reporter ohne Grenzen hat auch dieses Jahr wieder eine Rangliste veröffentlicht, die die Situation der Pressefreiheit international vergleicht. Bedenklich stimmt dabei, dass einige europäische Staaten, wie z. B. Frankreich oder auch Spanien hinter Staaten wie Mali, Ghana oder Uruguay zurück gerutscht sind. Den schlechtesten Platz unter den EU-Staaten hat Bulgarien, das auf Platz 68 der insgesamt 175 Plätze gelandet ist. Da stehen selbst Serbien oder auch der Libanon noch besser da. RoG sieht daher die Vorreiterrolle Europas bei er Pressefreiheit in Gefahr.
Obwohl sich Deutschland mit Platz 18 gegenüber dem Vorjahr um zwei Plätze verbessert hat, ist die Situation für Reporter immerhin in 17 Ländern noch besser als hier.
Zu beachten ist, dass Beeinträchtigungen der Pressefreiheit nicht unbedingt immer durch staatliche Eingriffe erfolgt, sondern auch durch andere Faktoren wie Übergriffen von organisiertem Verbrechen oder Terror-Gruppen erfolgen kann. Natürlich ist es Aufgabe der Staaten, Pressevertreter vor Repressalien zu schützen.
Aber auch Konzentrationsprozesse in der Presselandschaft wirken sich offenbar negativ aus.
Dabei kann die Pressefreiheit auch als ein Indikator für den Zustand von Demokratien gesehen werden. Ihr Grad bestimmt entscheidend den Zugang der Bevölkerung zu Informationen und damit deren demokratische Entscheidungen bei Wahlen, Volksentscheiden usw., weshalb sie ja oft auch als Vierte Gewalt im Staat (neben den in demokratischen Staaten in Verfassungsorganen verkörperten gesetzgebenden, ausführenden und rechtsprechenden Gewalten) gesehen wird.
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Während hierzulande immer wieder die Hoffnung auf ein zwar nicht unbedingt baldiges, aber doch absehbares Ende der Krise geschürt wird, brechen in den USA offenbar weiterhin die Banken dutzendweise zusammen. Ihre Zahl belief sich im laufenden Monat auf 19.
Nach einem Ende der Krise klingt das nicht. Und dass die US-Wirtschaft nicht irgendwo weit entfernt liegt, müsste angesichts der vergangenen zwei Jahre ja nun auch der Letzte begriffen haben. Aber auch so könnte hierzulande Ungemach drohen, wenn Kurzarbeit und Abwrackprämie als Puffer für Arbeitslosenzahlen auslaufen. Denn die vielen ineinander verschlungenen Kreisläufe des Geldes könnten die Finanzkrise beispielsweise über sinkenden Konsum und Versicherungswirtschaft quasi über die Hintertür zurückbringen. Negative Rückkopplung nennt man so etwas und die Folgen könnten unabsehbar sein.
Und was hat sich seit Beginn der Krise – außer Milliarden schweren Rettungspaketen für Banken – denn tatsächlich geändert?
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