Die Organisation Reporter ohne Grenzen hat auch dieses Jahr wieder eine Rangliste veröffentlicht, die die Situation der Pressefreiheit international vergleicht. Bedenklich stimmt dabei, dass einige europäische Staaten, wie z. B. Frankreich oder auch Spanien hinter Staaten wie Mali, Ghana oder Uruguay zurück gerutscht sind. Den schlechtesten Platz unter den EU-Staaten hat Bulgarien, das auf Platz 68 der insgesamt 175 Plätze gelandet ist. Da stehen selbst Serbien oder auch der Libanon noch besser da. RoG sieht daher die Vorreiterrolle Europas bei er Pressefreiheit in Gefahr.
Obwohl sich Deutschland mit Platz 18 gegenüber dem Vorjahr um zwei Plätze verbessert hat, ist die Situation für Reporter immerhin in 17 Ländern noch besser als hier.
Zu beachten ist, dass Beeinträchtigungen der Pressefreiheit nicht unbedingt immer durch staatliche Eingriffe erfolgt, sondern auch durch andere Faktoren wie Übergriffen von organisiertem Verbrechen oder Terror-Gruppen erfolgen kann. Natürlich ist es Aufgabe der Staaten, Pressevertreter vor Repressalien zu schützen.
Aber auch Konzentrationsprozesse in der Presselandschaft wirken sich offenbar negativ aus.
Dabei kann die Pressefreiheit auch als ein Indikator für den Zustand von Demokratien gesehen werden. Ihr Grad bestimmt entscheidend den Zugang der Bevölkerung zu Informationen und damit deren demokratische Entscheidungen bei Wahlen, Volksentscheiden usw., weshalb sie ja oft auch als Vierte Gewalt im Staat (neben den in demokratischen Staaten in Verfassungsorganen verkörperten gesetzgebenden, ausführenden und rechtsprechenden Gewalten) gesehen wird.
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Pressefreiheit im internationalen Vergleich
Oktober 25, 2009 · Kommentar schreiben
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CERN-Cinema?
Oktober 13, 2009 · Kommentar schreiben
Wie kann man Leute für Physik begeistern? Manchmal hilft der Zufall. Oder ein Schriftsteller. Oder das Kino. Bei CERN (die Abkürzung bezieht sich auf den füheren französischen Namen Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire) nutzt man offensichtlich die Popularität des Kino-Films „Illuminati„, Originaltitel „Angels & Demons“, der auf einem Buch von Dan Brown basiert und in dem CERN eine Rolle spielt.
So hat man eigens eine Web-Seite zum Thema erstellt: „Angels & Demons – the science behind the story„. Gute Idee, wie ich finde (aber leider nur in Englisch und Französisch).
Und über den LHC wird sogar Unterrichtsmaterial angeboten und es gibt Seiten für Lehrer und Studenten (leider auch nur in Englisch, aber das ist eben die internationale Sprache der Physik).
Wem das alles zu trocken ist, der kann immer noch mit dem LHC-RAP vorlieb nehmen:
LHCb sees where the antimatter’s gone
ALICE looks at collisions of lead ions
CMS and ATLAS are two of a kind
They’re looking for whatever new particles they can find…
… und schon hat man was gelernt! Die ursprüngliche Seite des Raps auf Youtube hatte übrigens innerhalb der ersten sechs Wochen gleich mehr als 3 Millionen Aufrufe. Die groß geschriebenen Teile sind übrigens die Hauptdetektoren für Elementarteilchen. Haus-große Teile um diese Winz-Dinger aufzuspüren.
Ach ja, CERN heißt übrigens heutzutage in der Langform „European Organisation for Nuclear Research“. Man ist aber bei der alten Kurzform CERN geblieben. Die Abkürzung EONR klingt ja auch eher zum Abgewöhnen.
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Nur mal so nebenbei: Deutliche Worte
April 4, 2009 · Kommentar schreiben
Nur mal so nebenbei: Manchmal liebe ich es, die Financial Times Deutschland (FTD) zu lesen – wegen ihrer deutlichen Worte. In ihrer Serie Das Kapital schreibt die FTD unter der Überschrift „Wieder mal die Dummen-Wette“ über die gelockerten US-Bilanzierungsvorschriften für Finanzinstitute:
Und so deutlich geht es weiter, z.B. bei der Einordnung der jüngsten Meldungen über den US-Industrie-Einkaufsmanagerindex, aus dem in den letzten Tagen so Mancher schon eine Trendwende auf den Finanz- und Realwirtschaftsmärkten herauszulesen wusste.
Mein Fazit: Lesenswert!
Noch ein Nachschlag: Dass es bei den G20-Bemühungen tatsächlich darum geht, die Finanzmärkte zu bändigen, bezweifelt der Kolumnist der FTD Lucas Zeise. Statt dessen würden die Staaten alles dafür tun, dass der Finanzsektor nach der Krise so aufgebläht sein würde, wie zuvor. (via LobbyControl)
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Treffende Medienkritik
März 22, 2009 · Kommentar schreiben
Zu Winnenden wollte ich eigentlich gar nichts schreiben, mich aus dem Medienrummel heraushalten.
Deshalb hier auch nur der Hinweis auf einen anderen, wie ich finde, wirklich wichtigen Beitrag von F!XMBR, auf den ich via Stoibär stieß.
Danke an Beide!
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Endlich „Haie“ gefunden
März 20, 2009 · Kommentar schreiben
Neulich habe ich doch endlich einen meiner Lieblingswerbespots von IBM im Netz gefunden. Es ist der mit den Haien.
Kurze Beschreibung:
Einige Fischer stehen bei trübem Wetter zusammen und fragen sich, wo Kollege Erik sein könnte, der sonst doch immer zum Markt käme. Sie diskutieren die verschiedenen Gefahren des Meeres, denen er zum Opfer gefallen sein könnte, unter anderem auch Haie.
Da mischt sich ein junger Außenseiter mit den Worten ein, vielleicht verkaufe Erik seinen Fang auch online, direkt von Bord… und geht.
Die alten Fischer beharren jedoch schnell auf den Haien.
Haut mich jedes mal um.
Auf der werbefilmchen.de gibt es übrigens nicht nur video-werbespots, sondern es gibt auch einen Audio-Bereich. (Laut Betreiber besucht jeder zweite die Seite nur wegen des Merci-Liedes, das übrigens tatsächlich fast 3 Minuten lang ist.)
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