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Prognose für Apple?

Juni 24, 2009 · 1 Kommentar

Apple-Chef Steve Jobs hat eine neue Leber und die Prognose für seine Gesundheit ist sehr gut. Warum ist das eine Meldung?
Weil alle Welt davon ausgeht, dass das Schicksal des Computer-Herstellers (der vermutlich längst mehr Geld mit anderen Produkten als Compunter macht) von Jobs’ Gesundheit abhängt. Damit hängen natürlich auch die Dividenden der Aktionäre vom korrekten Funktionieren des neuen Organs ab.
Deshalb müssen natürlich die Prognosen sehr gut sein, sonst fallen die Aktienkurse.

Mit Prognosen ist das natürlich so eine Sache, da kann immer mal etwas unerwartetes passieren und doch ein anderes Ergebnis eintreten. Es sind eben Prognosen, keine Garantien. Doch was soll’s, die ganze Wirtschaft lebt von Prognosen, Gewinnerwartungen, Zukunftsaussichten…

Die Frage ist nur: Würden die Aktionäre erfahren, wenn die Prognosen für die Gesundheit des Aṕple-Chefs nicht so gut oder vielleicht auch nur einigermaßen zufriedenstellend, wenn nicht sogar schlecht wären?
Vermutlich nicht. Dass diese Nachrichten eher unternehmensstrategischen Notwendigkeiten folgen zeigte sich schon an der Mär von der Hormonstörung, die als Grund für Jobs’ Gewichtsverlust herhalten musste.

Ein Mensch kann ohne Leber nicht überleben. Aber vielleicht wäre es viel menschlicher anzunehmen, dass Apple vielleicht auch ohne Steve Jobs überleben könnte, dem es trotzdem hoffentlich sehr gut geht.

Dass ein Nachfolger (den es früher oder später sowieso geben muss) ein zweiter Steve Jobs sein könnte, ist unwahrscheinlich, aber er hat immerhin einen Vorteil: Ein schon existierendes Vorbild, von dem er lernen kann (oder sie).

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Milliarden Dollar gestohlen?

März 21, 2009 · Kommentar schreiben

Interessant, welche Aussagen man im Verlauf der Finanz- und Wirtschaftskrise so hören und lesen kann (und auch von wem). Für vieles davon hätte man sich wahrscheinlich noch vor zwei oder drei Jahren wüste Beschimpfungen und Diffamierungen zugezogen. Doch die Welt ist eben nicht mehr dieselbe…
Das Folgende stammt von Paul Krugman. Der Mann ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Princeton University und Träger des so genannten Wirtschaftsnobelpreises:

„Wir neigen wohl dazu, Menschen zu idealisieren, die eine Menge Geld machen. Wir wollen glauben, dass sie allein schon deswegen alles unter Kontrolle haben. Dabei hat ein Großteil von ihnen, wie sich zeigt, einfach nur Geld gestohlen. Bis zu 400 Milliarden Dollar im Jahr gingen im Finanzsektor für Verschwendung, Missbrauch, Betrug drauf. Insgesamt zollte man den Bankern der Wall Street viel zu viel Achtung.
(Interviev auf stern.de)

Interessant auch, was der Mann zum Thema Verstaatlichung von Banken zu sagen hat. Zwar plädiert auch er dafür, Banken nicht aus Prinzip und nicht für immer unter Staatliche Kontrolle zu bringen,

„Doch andernfalls trägt der Steuerzahler wieder einmal die Risiken und die Privatwirtschaft den Nutzen. Das wäre Sozialismus für die Reichen und Kapitalismus für die Armen.“(ebd., )

Lesenswert ist das Interview aber auch und vor allem, wegen seiner (leider erschreckenden aber ernst zu nehmenden) Analyse der weltwirtschaftlichen Lage!

Weiteres zum Thema:
Wirtschaftspolitiker kritisieren Horrorprognosen
Finanzkrise zwingt Ungarns Regierung in die Knie
Notenpresse: Fed-Anleihekauf peitscht Dollar nach unten
Geldpolitik: Wer hat Angst vor der Inflation

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Endlich lässt’s nach

Januar 21, 2009 · 1 Kommentar

Viele kennen das Gefühl, wenn ein lange andauernder Schmerz, vielleicht ein Zahnschmerz oder ein quälender Juckreiz von einem Insektenstich, vielleicht etwas, an das man sich schon fast gewöhnt hatte, endlich nachlässt und wohl bald verschwindet.
So ein Gefühl, irgendwie in dieser Art, habe ich seit gestern.

Der Grund: ER ist endlich wieder weg.

Sein Abschiedskonzert hatte er laut Stoibär schon lange gegeben.
Dieser meint dann auch: Die Welt atmet auf!

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Hypo Real Estat Aufsichtsrat als Experte für die Finanzkrise?

Oktober 15, 2008 · Kommentar schreiben

Hans Tietmeyer verzichtet auf den ihm von Bundeskanzlerin Merkel angebotenen Vorsitz der Expertengruppe, die Vorschläge für weltweite Finanzmarktregeln ausarbeiten sollte als Vorbereitung für internationale Konferenzen.

Wir erinnern uns: Tietmeyer ist Aufsichtsrat bei der in Wanken geratenen Bank Hypo Real Estate und Kuratoriumsvorsitzender der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Diese Funktionen erklären wohl auch die kontroversen Reaktionen auf den Vorschlag der Bundeskanzlerin, die seine Erfahrung bei der Verhandlung von Basel II lobte: Medienberichten ist der Verdacht zu entnehmen, dass Privatbanken offenbar ihren Einfluss geltend gemacht hätten, um einen „Bremser“ oder „Weichspüler“ einzusetzen.

Mich hat diese Personalie einerseits überrascht, andererseits wiederum auch nicht. Überrascht hat mich aber die offenbar schnelle Auswirkung der im Bundestag und in den Medien geäußerten Kritik. Lag es daran, dass sie auch vom Koalitionspartner kam?

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Unübertrefflich

Oktober 12, 2008 · 1 Kommentar

Die Wirklichkeit ist unübertreffbar. Gleichgültig, was ich auch immer über Probleme beim Datenschutz zu schreiben hätte, die Wirklichkeit übertrifft es. Ganz gleich, was ich über die Finanzkrise schreiben könnte, die Wirklichkeit übertrifft es. (Hoffentlich lernen wir daraus.)
Jetzt praktizieren Hai-Weibchen die Jungfrauengeburt, der goldene Colt aus dem James-Bond-Film ähnlichen Namens ist geklaut worden und Marcel Reich-Ranicki liest dem Fernsehen die Levitten.
Was soll ich da noch schreiben?

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