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Pfefferminz-Pinguin – Linux Mint 7 „Gloria“ KDE auf IBM X31

Oktober 4, 2009 · 2 Kommentare

Vorweg: Ich bin kein Computer- und kein Linux-Experte. Das hier Berichtete bezieht sich nur auf meine persönlichen Erfahrungen auf meinen (schon etwas betagten) Rechnern, hier einem IBM Thinkpad X31mit 512 MB RAM und 30 GB Festplatte. Möglicherweise können ihm sogar Netbooks etwas vormachen (aber er hat einfach eine Tastatur, die man nur mit dem Wort „Genuss“ beschreiben kann, ehrlich!).
Also: Was hier steht ist nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss, Irrtümer sind nicht ausgeschlossen.

Die ‘Leidensgeschichte’

Neulich erst versuchte ich noch einmal Kubuntu 9.04 zu installieren, d.h. Ich habe es installiert und wieder die gleichen Schwierigkeiten wie beim letzten Mal festgestellt: Das System reagiert grafisch sehr zäh, beim Schreiben mit deutlichen Verzögerungen, die das tippen zur Qual machten usw. Und ich hatte keine Lust, noch weiter herumzuschrauben (in Systemdateien herumzuwerkeln).
Als ich wieder zurück bei 8.10 mit KDE 4.1 war nervten mich dann so einige Schwierigkeiten mit der Plasma-Oberfläche und den Plasmoiden. Ist ja schönes Spielzeug, das gebe ich zu. Aber vielleicht, weil mein betagter X31 nicht der leistungsfähigste ist oder vielleicht auch, weil es noch ein paar Hakeligkeiten im System gibt, musste ich erstens auf das Spielzeug verzichten und hab es zweitens hingekriegt, dass der Mauszeiger öfter mal aus einem 2 mal 2 cm großen Quadrat in Systemfarben (gestreift) besteht. Ja, sicher, auch damit kann man klicken und sogar treffen, aber Spass macht’s nicht.
Ich weiß schon gar nicht mehr, was mich sonst noch so nervte, aber ich beschloss, wieder zu KDE 3.5 (wie auf meinem Lenny-System) und das bedeutete Kubuntu-mäßig zu 8.04 zurückzukehren.
Beim Installieren eines Vodafone-Surfsticks traten dann aber doch ernste Probleme auf. Ein Tipp aus dem Internet ließ sich nicht verwirklichen, bzw. ich fand den angegebenen Networkmanager nicht in der exakten Version und installierte statt dessen einen anderen obwohl ja schon ein laufender da war mit dem Erfolg, dass hinterher das auch kein WLAN mehr wollte – ganz zu schweigen vom Surfstick.
Irgendwie haben auch meine Reparaturversuche nicht viel gebracht und – das ist jetzt eigentlich schon wieder ein Kompliment für Linux – es erschien mir schneller, ein neues Betriebssystem auf die Platte zu zaubern, als lange im Internet nach Lösungen zu suchen. (Außer dem System war ja noch nichts drauf.)
Tja, nun gut. Aber welches?

Zwischen den Datenträgern, die die verschiedenen Linux-Zeitschriften so mit sich bringen, fand sich bei näherem Hinsehen auch Linux Mint, genauer gesagt: Linux Mint 7 „Gloria“ KDE. Diese ist gemeint, wenn im Folgenden von ‘Linux Mint’ die Rede ist.
Noch rätselnd, was das denn nun eigentlich sei warf ich die Scheibe ins Laufwerk.
Nach der Installation stellte ich fest, dass es auf genau dem von mir verschähten Kubuntu 9.04 basiert. (^^) (Ich hätte ja auch vorher kurz mal in Wikipedia den Linux-Mint-Artikel lesen können,aber…) Schau’n wir mal.

Jetzt bin ich wirklich gespannt!
Beim Eintippen dieses Artikels direkt auf der Webseite, stellte ich leider auch ganz schnell wieder die alte Zähigkeit fest, so dass ich jetzt offline schreibe und hinterher mit Copy&Paste den Text ins Web hexe.
Des Tests willen schreibe ich tatsächlich mit OpenOffice und muss sagen: Es läuft flüssig. prima. Schöne viele Schriften sind hier übrigens auch dabei.

Ansonsten präsentiert sich das Pfefferminz-Linux recht frischen Optik. Symbole und Buttons sind gut zu sehen und gut ablesbar, was nicht immer selbstverständlich zu sein scheint. (Nun ja, die Design-Geschmäcker gehen halt verschieden, aber bei Linux kriegt ja jeder geholfen. Hier ist jedenfalls alles im Lot.)

Bei dem bisschen Geschreibsel, das ich bis hierher gemacht habe, einem Patch-Update und ein wenig Herumgeklicke fühlte sich das System – wahrscheinlich aufgrund des geringen Arbeitsspeichers, etwas, aber wirklich nur ein klein wenig träge an. Habe ich nicht mal irgendwo gelesen, dass Linux Mint 1GB RAM voraussetzt?

Die Prioritäten bei der Auslastung scheinen aber genau richtig zu liegen. Schreiben usw. geht flüssig und ohne Verzögerung. Der Wechsel zwischen den Arbeitsflächen flutscht. Manche Aufklapp-Menüs brauchen halt mal ‘ne Sekunde
Wenn sich Linux Mint für mich als ansonsten gut herausstellen sollte, spendier’ ich meinem Rechen-Opa vielleicht noch ein bisschen Speicher (und hoffe, dass er noch ‘ne Weile hält).
Das Plasmoid „Ordner Ansicht“ habe ich aber zu Beginn vorsichtshalber geschlossen. Ebenso habe ich den ‘kleinen’ X31 nicht mit Desktop-Effekten belastet. Probleme mit dem Mauszeiger wie oben beschrieben hatte ich aber nie.

Päckchen-Pinguin:
Die Programmpakete für Linux Mint kommen von http://packages.linuxmit.com, außerdem von verschiedenen Ubuntu-Repositories, von medibuntu.org, canonical.com sowie von ppa.launchpad.net. Eine angenehme Folge dieser Vielfalt ist, dass viele Medien-Codecs, die man sonst so nach und nach einsammelt, hier gleich von Beginn an vorzuliegen scheinen (alles habe noch nicht getestet).
Installieren kann man weitere Pakete mit dem Tool mintInstall, das sie in übersichtlichen Kategorien präsentiert – übrigens in Deutsch beschriftet, wie so vieles andere. Updates spielt man, wie sollte es auch anders sein, mit mintUpdate, dass sie nach unterschiedlichen Sicherheits-Levels gestaffelt anzeigt. Wählt man eine Aktualisierung aus, ist es möglich, außer der Beschreibung des Pakets auch ein Änderungsprotokoll, ggf. Warnungen und andere Informationen. Die Bedienung ist bei beiden Programmen ein Kinderspiel!!!
MintInstall und mindUpdate basieren offenbar auf dem altbewährten apt, so dass auch Konsolen-Freunde bedient werden. Es wäre auch ein Wunder, wenn nicht. Synaptic ist übrigens auch schon drin.

Ausstattung:
Die in der Standard-Installation enthaltene Software ist umfangreich. Neben OpenOffice in Version 3.01 sind das Vektorgrafikprogramm Karbon14, die Bildbearbeitung GIMP oder auch das DTP-Programm Scribus enthalten. Was an Möglichkeiten zum Chatten, Instant-Messenging enthalten sind, ist mir jetzt zu viel für diesen Artikel. Kurz gesagt: Das System ist wirklich gut ausgestattet.
Interessant ist sicherlich, dass, obwohl diese Community-Version von Linux Mint auf KDE setzt, auch GNOME-Anwendungen wie etwa der M-Player enthalten sind, den es ja auch in einer auf KDE angepassten Version gibt. Möglicherweise sind Sicherheit- oder Stabilitätserwägungen der Grund für diese Wahl. Beides wird bei Linux Mint offenbar groß geschrieben.

Sicherheit:
Im Gegensatz zu (K)Ubuntu liefert Linux Mint eine Firewall nebst grafischem Konfigurations-Tool mit. Das Ganze heißt Guarddog. Ich habe es noch nicht ausprobiert, es macht aber den Eindruck, als ließe sich nach kurzer Einarbeitung damit klar kommen.
Ubuntu verfolgt in diesem Punkt ja eine andere Philosophie, so weit ich weiß. Warum sollte man in eine stabile Festung noch eine zusätzliche, mit schweren Schlössern gesicherte Tür einbauen? (Letzteres wäre dann die Firewall.) Würde dieses die Festung nicht letztendlich schächen?
Ich überlasse es anderen Menschen, darüber zu urteilen.

Eltern dürfte wahrscheinlich die mintNanny entgegenkommen, ein einfaches Tool, dass es ermöglicht, definierte Domains zu sperren. Ich frage mich allerdings, ob ein umgekehrter Ansatz, nämlich nur bestimmte, sichere Domains zuzulassen nicht vielleicht effektiver wäre.
Das einfach zu bedienende mintBackup dient der Sicherung des /home-Directories, nichts sonst. Interessant wäre es jetzt, ob hier inkrementelle Backups erstellt werden, oder schlich und einfach nur Kopien des Heimatverzeichnisses. Immerhin macht es die Anwesenheit dieses Programms auch für ungeübte einfacher, Daten zu sichern, einfach schon deshalb, weil es da ist.

Mittlerweile konnte ich feststellen, dass ich meiner X31-Denkmatte wohl tatsächlich noch etwas Speicher spendieren muss. Zwar arbeitet es sich mit Linux Mint auch mit den mageren 512 MB RAM recht flott. Wenn ich jedoch mehrere Programme oder Dokumente öffne, treten merkliche und störende Verzögerungen auf. Nun ja, ein paar Tage werde ich noch damit leben müssen.
So ziemlich fest steht für mich allerdings, dass Linux Mint erst mal auf der Platte bleibt. Der Vodafone-Surfstick wurde mit Hilfe von Wolffs Blogg inzwischen auch erkannt. Verbindung zum Netz gab es allerdings noch nicht. Allerdings ist auch der Mobilfunkempfang bei mir zu Hause sehr schlecht. Vielleicht liegt es daran, oder ich habe im Zusammenspiel von Vodafone-Treiber und Netzwerkmanager noch Bedienfehler gemacht.
Einen anderen Fehler fand ich aber auch noch. Es ist mir nicht gelungen, das K-Menü vom klassischen Menüstil wieder auf den Kicker-Modus zurückzuschalten. Statt dessen wanderte der LM-(K-)Button etwas nach rechts. Mal schau’n, ob ich das wieder hinkriege…

Fazit:
Linux Mint macht Spaß, mir jedenfalls. Der Pfefferminz-Pinguin darf (vorerst) bleiben. Bei alten Gitarren bedeutet ‘mint condition’ übrigens so viel wie ‘Bestzustand’. Der kleine Fehler mit dem Menü-Button tut da keinen Abbruch.
Das System fühlt sich einfach gut an! Wenn mehr Speicher da ist, werde ich mit den Plasmoiden spielen.

Nachtrag am 05.10.09:

So geht das: Das Herumspielen mit Plasmoiden konnte ich mir ja doch nicht so ganz verkneifen. Naja, und so dieses uns jenes wurde mal ausprobiert, mintInstall und auch mal wieder Synaptic… und der Rechner schien irgendwie immer langsamer zu werden. Und dann: Zuerst brach, ich glaube Akregator zusammen und dann, patsch, …Bildschirm dunkel!

KDE war komplett abgestürzt. Ich will mich ja mal nicht beklagen, denn mit meiner mageren RAM-Ausstattung und der Herumprobiererei habe ich das System natürlich wirklich gestresst.

Ich erinnerte mich an den Tipp von fantarainer, der mir schon bei Kubuntu 9.04 riet, die xorg.conf zu editieren und in der Section Device „Option“ „AccelMethod“ „XAA“ einzutragen. Dieses Mal habe ich in der xorg.conf auch etwas gefunden und den entsprechenden Eintrag vorgenommen und ich muss sagen: Es klappt. Der Rechner läuft, jetzt viel flüssiger. Etwas mehr Speicher bekommt er aber trotzdem so bald wie möglich.
Vielen Dank nochmal an fantarainer für den Tipp!

Nachtrag am 07.10.09:

Jetzt flutscht’s!!! Seit ein paar Tagen arbeite ich nun mit Linux Mint. Alles läuft (nur den Surfstick habe ich immer noch nicht getestet, weil ich ihn noch nicht brauchte). Mittlerweile hinterlässt das System bei mir einen stabilen und bequem zu bedienenden Eindruck. Nichts erinnert mehr an den KDE-Absturz vom ersten Tag.

So soll es sein!

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Sony Ericsson C510 Cyber-shot und Digikam (Linux/KDE)

Juli 27, 2009 · Kommentar schreiben

Vor einiger Zeit war dann doch mal ein neues Mobiltelefon fällig. Meine Wahl fiel auf das Sony Ericsson C510 Cyber-shot, was für den eingefleischten Linuxer vielleicht etwas erklärungsbefürftig ist.

Mein Kauf-Kriterien waren dabei recht einfach:

  • Lange Akku-Laufzeit
  • Tasten, die ich mit meinen nicht so schlanken Fingern gut bedienen kann
  • Bluetooth (wg. Freisprecheinrichtung)
  • Sprachwahl (ist angenehm beim Autofahren)
  • ein gut ablesbares Display

Diese Anforderungen wurden vom C510 erfüllt. Darüber hinaus gefiel mir das schlichte Design (Candybar). Kein Schnick-schnack mit Schiebern, Klappen usw.

Zugeben muss ich, dass ich überhaupt nicht auf das Betriebssystem geachtet habe. Es ist wohl eine Art Windows.

Mal abgesehen von diversem Kram in Sachen Online-Dienste, Klingeltöne usw. war ich aber begeistert, wie gut das Teil mit Linux zusammen arbeitet. In diesem Fall bedeutet das Debian Lenny mit KDE 3.5. und als Photoverwaltung das Programm Digikam.

Das Telefon bietet bei der USB-Verbindung mit dem PC verschiedene Modi an:

  • Telefonmodus
  • Medienübertragung
  • Drucken
  • Massenspeicher

Dass letzteres mit Sony Ericsson Telefonen gut funktioniert, wusste ich schon vorher. Heute versuchte ich aber einmal die Funktion Medienübertragung. Und siehe da, auf dem PC erschien der Auswahldialog, der mich fragte, ob ich ich die Photos mit Digikam herunterlanden möchte.

Kurz und knapp: Das Ganze funktioniert hervorragend, wie mit anderen Digitalkameras auch. Darüber hinaus geht alles auch noch recht zügig. Der Geschwindigkeitsvergleich zu meiner etwas betagten Canon Powershot A80 mit ihren 4 Megapixeln lässt jedoch den Schluss zu, dass es nicht nur an den relativ kleinen Dateien der 3 Megapixel-Kamera des C 510 liegt, sondern die Datenübertragungstechnik auch einfach gut arbeitet. Das Handy schickt die Daten gefühlt mehr als doppelt so schnell wie die A80.

Für Schnappschüsse unterwegs ist die eingebaute Kamera des C510 übrigens recht gut geeignet und mit einem Extra-Auslöser, der die üblichen zwei Druckpunkte bietet auch recht komfortabel zu bedienen. Klar, eine richtige Kamera ersetzt es nicht.

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Erfahrungsbericht: Upgrade auf Kubuntu 9.04 Teil 1

Mai 1, 2009 · 6 Kommentare

(Das verwendete System: Ein alter IBM X31 Laptop mit Kubuntu 8.10 und Windows XP als Dual-Boot-System eingerichtet.
Warnung: Die geschilderten Sachverhalte beziehen sich ausschließlich auf meine persönlichen Erfahrungen und ich bin kein Fachmann auf diesem Gebiet. Bei anderen Benutzern können die Ergebnisse womöglich völlig anders aussehen. Vielleicht mache ich ja etwas falsch.)

Zunächst die gute Nachricht:
Nachdem der Adept-Updater im Systemabschnitt der Kontrolleiste nach einem Klick mir anbot ein komplettes Distributions-Upgrade auf Kubuntu 9.04 Jaunty Jackalope zu machen, ging zunächst alles völlig Problemlos. Ich wollte doch mal testen, ob das mit dem Upgrade über Internet so funktioniert und das Ergebnis ist: Es funktioniert.
Auf die Uhr habe ich nicht gesehen, aber zusammen mit dem Herunterladen der über 1300 Programmpakete hat die gesamte Installation etwa 2 Stunden gedauert. Dann Neustart. Läuft.
So weit so gut.

Doch wie es läuft, das ist die schlechte Nachricht.
Auf manche Klicks reagiert das System sichtbar erst mit einer Verzögerung von geschätzt knapp einer Sekunde. Und auch jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe kann ich manchmal mehrere Buchstaben ‘unsichtbar’ schreiben, die dann erst mit Verzögerung sichtbar werden. Im Firefox-Web-Browser ruckelt das Scrollen und auch Bild-rauf/Bild-runter unerträglich. Ich habe schon falsche Klicks durch dieses schlechtes Timing erzeugt. Sehr ärgerlich.

Tatsächlich scheint das Betriebssystem an sich sehr gut zu laufen, Suspend klappt z.B. reibungslos, der Start bis zum Login ist superschnell usw. Sehr gut gefällt mir auch das neue Netzwerkmanagement-Tool.
Das Problem scheint die grafische Oberfläche KDE 4.2 zu sein. Nachträglich habe ich den Gnome-desktop installiert und dieser ‘flutscht’ wie ein geölter Blitz. Dieses machte mir auch deutlich, dass es nicht an dem betagten Laptop liegen kann. (Ressourcenschondender als KDE ist Gnome meiner Erfahrung nach auch nicht wesentlich.)
Gerade habe ich einen halben Satz geschrieben, bevor dieser auf dem Display erschien – unglaublich.

Wohlgemerkt: Sämtliche Arbeitsflächen-Effekte und sonstiger Kram, der nach meinem Kenntnisstand brensend wirken könnte, sind/ist deaktiviert.

Mit dieser Reaktionsträgheit hat das ansonsten sehr ansprechend wirkende KDE 4.2 für mich nur Schrottwert. Es nervt ohne Ende.
Und auch in Stunden der Recherche ist es mir nicht gelungen Abhilfe zu finden.Habe ich etwas übersehen?

Hat es evtl. etwas mit alten Einstellungen zu tun, die von 8.10 auf 9.04 übernommen wurden? Oder ist es tatsächlich ein Bug in KDE?

Sobald ich Zeit habe, werde ich noch einmal versuchen, das System von einer Installations-CD aus zu installieren und zu sehen, ob sich eine Veränderung ergibt.

Ansonsten werde ich wohl entweder zu 8.10 zurückkehren oder mal die angebotene Version 8.04 mit KDE 3.5.10 ausprobieren. Leider soll diese nicht über Oktober hinaus unterstützt werden, was vermutlich heißt, das zu diesem Zeitpunkt die Versorgung mit Patches endet.

(Zu Teil 2)

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GNOME – aus Versehen

November 20, 2008 · 2 Kommentare

Ab und zu mal was Neues.
Meinen alten IBM Thinkpad X31 benutze ich ja hauptsächlich als Reiseschreibmaschine mit Internet und Multimedia – vielleicht auch als Nettop mit der gnadelos besten Tastatur, die ich je unter meinen zarten Fingern hatte (wirklich!).
Also warum nicht mal etwas experimentieren – aber auch nicht zu viel, weil Zeit ja immer knapp ist.

Der Einfachheit halber und weil mich noch ein paar Sachen darin interessierten habe ich mir dann die neue PC-Welt Linux gekauft und als erstes OpenGEU ausprobiert. Das ist eine Linux-Distribution, die auf Ubuntu 8.04 basiert und als Oberfläche den Enlightenment-Desktop benutzt. Wow (also wau, nicht World of Warcraft). Optisch macht OpenGEU wirklich etwas her. Bei den Schlagschatten der Schriften in den Menüs für meinen GEschmack aber etwas zu viel. Für mich war das nicht mehr so gut abzulesen, zumal auf dem kleinen 12-Zöller. Ebenfalls sind etliche GNOME-Komponenten integriert und ein Haufen Programme, die ich nicht so kenne. Und – ich gebe es zu – mich da einzuarbeiten war mir dann etwas zu viel Neues. Schließlich wollte ich am nächsten Tag ja wieder mit der Denkmatte árbeiten, ohne viel Zeit mit Suchen und Einarbeiten zu verbringen. Also wirklich, OpenGEU gefällt mir schon irgendwie, aber… vielleicht nächstes mal.

Partitionen lassen sich ja besonders unter Linux immer wieder benutzen, obwohl ich auf dem X31 wegen der kleinen 30 GB-Platte und WinXP als Zweitsystem kein gesondertes /home-Verzeichnis angelegt hatte. Also schnell mal wieder die DVD ins USB-Laufwerk geworfen und – nicht auf das fehlende K geachtet (in dem Moment wirklich nicht!) – und Ubuntu installiert. Erst auf halben Wege wurde mir klar, dass ich doch ein CD-Image von Kubuntu hätte herunterladen müssen. Aber jetzt wollte ich auch nicht so viel Zeit mitdem Rechenknecht verbringen und außerdem lässt sich KDE ja ggf. noch nachinstallieren und GNOME auch nach-deinstallieren. Was soll’s…
Die Installation verlief, wie immer, einfach und unkompliziert. Ein paar mal Enter drücken, ein paar Angaben hier und da machen und das war’s. Okay, ich wollte natürlich meine Partitionen übernehmen, also habe ich bei der Partitionierung manuell angeklickt, also den Vorschlag des Systems verworfen, und vorsichtshalber die schon vorhandene Root-Partition noch mal formatieren lassen, Swap übernommen. Das war aber auch das dann.
Alles verlief reibungslos, bis auf dass er beim anschließenden Herunterfahren den Rechner nicht ausgeschaltet hat, bzw. etwas vorher hängengeblieben ist. Also Stecker ‘raus und Akku ‘raus (der netzschalter sprach nicht an) und neu gestartet. Resultat: Alles einwandfrei!

Und eigentlich ist der mitgelieferte neue GNOME auch ganz schick.

Hmm, warum also nicht mal probieren, bevor ich irgendwas ändere. Die Anwendungen laufen ja hier wie da. Und außerdem fühlte sich dieser GNOME irgendwie auch für mich besser an, als frühere Versionen, mit denen ich mich nicht wirklich anfreunden konnte. Also okay, der Zwerg darf auch weiterhin auf meiner Platte hausen. Und vielleicht funktioniert GNOME-Pilot ja auch besser mit meinem PDA. Firefox ist eh zu meinem Lieblingsbrowser geworden. Und warum nicht mal Evolution testen.
Beim Linux Feed Reader Liferea muss ich mich zwar mit einigen Tastenkombinationen umgewöhnen, aber so schlimm das ja auch nicht.

Was gibt es sonst zu berichten? Den Drucker steckt man einfach ein und ein paar Sekunden später meldet das System die fertige Konfíguration desselben. Scannen geht wie gewohnt mit Xsane. GIMP, OpenOffice (2.4), sogar ein VIOP-Programm … Alles nötige ist standardmäßig an Bord, aber auch nicht zu viel. Alles schön übersichtlich. Ein paar lieb gewordene KDE-Programme könnte ich ja nachrüsten, aber das Brennprogramm K3b zum Beispiel ist hier hier sowieso eher nachrangig, weil der X31 kein eingebautes optisches Laufwerk hat. Außerdem arbeiten ja so viele Leute weltweit mit GNOME… an was soll’s denn fehlen?
Und für GNOME gibt es in dem erwähnten PC-Welt-Linux-Heft noch eine schöne Anleitung, wie man ihn wie Mac-OS aussehen lassen kann. Damit werde ich mal spaßeshalber einen Bekannten ärgern, der so ein richtiger Mac-Anhänger ist (hähä!).
Desktop-Effekte, wie das Wegkippen von Fenstern sind aber auch so schon eingeschaltet und funktionieren dank Compiz doch tatsächlich auf dem etwas schwachbrüstigen X31. Was will man mehr.

Fazit also: Der Zwerg darf bleiben, bis… tja bis ich vielleicht doch zu neugierig auf die stabilen Versionen von KDE 4 bin. Aber andererseits… …unter Linux kann man ja durchaus das Eine tun, ohne das Andere zu lassen.
So, und morgen werd’ ich meinen Rechner ver-applen… ;-)

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Erfahrungsbericht: Upgrade von Kubuntu mit KDE 3.5.9 auf KDE 4

Juni 16, 2008 · 1 Kommentar

Der Mensche ist ein Gewohnheitstier, also habe ich mal eben auf die Schnelle auf meinem X31 Thinkpad von IBM wieder Kubuntu installiert. Leider (wenn man so was nebenbei macht) passierte mir ein Fehler und ich staunte nicht schlecht, als ich wieder die ‘alte’ KDE-Version auf der Platte hatte. Da das System noch frisch war und sowieso nichts konfiguriert usw. ging ich ja kein großes Risiko ein, mal eben KDE 4 daneben zu setzen.

Es war alles ganz einfach: Den Paketmanager Adept gestartet und kde4
in die Suchmaske eingegeben. Dann aus der Vielzahl der Pakete die mittlerweile kde4 im Namen haben DAS Paket kde4 herausgesucht (geht wahrscheinlich bei der Suche auch noch eleganter). Dann braucht es noch drei Schritte:

  1. Wer hätte es gedacht: Wir klicken auf Änderungen anwenden.
  2. Wir werden aufgefordert uns für einen Windowmanager zu entscheiden, da zwei installiert sind, aber nur einer laufen sollte. Wir nehmen kdm-kde4 (auf letzteres soll es ja hinauslaufen).
  3. Wir starten KDE neu und wählen beim erneuten Login im Menü den Eintrag Session Type aus und in der daraufhin ausklappenden Liste KDE 4 – was sonst.

Das war es dann auch schon. Meine anfänglichen Bedenken in Bezug auf den benötigten Speicherplatz auf der 30-GB-Platte des X31 haben sich nach einem Aufruf von df (das bedeutet disk free und zeigt alle möglichen Daten über den Plattenspeicherplatz an) verflüchtigt. Vor der Installation von KDE 4 wurden 12 Prozent belegter Speicherplatz angezeigt, danach gerade einmal 14 Prozent.

Was will man mehr?

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