Vor einiger Zeit war dann doch mal ein neues Mobiltelefon fällig. Meine Wahl fiel auf das Sony Ericsson C510 Cyber-shot, was für den eingefleischten Linuxer vielleicht etwas erklärungsbefürftig ist.
Mein Kauf-Kriterien waren dabei recht einfach:
- Lange Akku-Laufzeit
- Tasten, die ich mit meinen nicht so schlanken Fingern gut bedienen kann
- Bluetooth (wg. Freisprecheinrichtung)
- Sprachwahl (ist angenehm beim Autofahren)
- ein gut ablesbares Display
Diese Anforderungen wurden vom C510 erfüllt. Darüber hinaus gefiel mir das schlichte Design (Candybar). Kein Schnick-schnack mit Schiebern, Klappen usw.
Zugeben muss ich, dass ich überhaupt nicht auf das Betriebssystem geachtet habe. Es ist wohl eine Art Windows.
Mal abgesehen von diversem Kram in Sachen Online-Dienste, Klingeltöne usw. war ich aber begeistert, wie gut das Teil mit Linux zusammen arbeitet. In diesem Fall bedeutet das Debian Lenny mit KDE 3.5. und als Photoverwaltung das Programm Digikam.
Das Telefon bietet bei der USB-Verbindung mit dem PC verschiedene Modi an:
- Telefonmodus
- Medienübertragung
- Massenspeicher
Dass letzteres mit Sony Ericsson Telefonen gut funktioniert, wusste ich schon vorher. Heute versuchte ich aber einmal die Funktion Medienübertragung. Und siehe da, auf dem PC erschien der Auswahldialog, der mich fragte, ob ich ich die Photos mit Digikam herunterlanden möchte.
Kurz und knapp: Das Ganze funktioniert hervorragend, wie mit anderen Digitalkameras auch. Darüber hinaus geht alles auch noch recht zügig. Der Geschwindigkeitsvergleich zu meiner etwas betagten Canon Powershot A80 mit ihren 4 Megapixeln lässt jedoch den Schluss zu, dass es nicht nur an den relativ kleinen Dateien der 3 Megapixel-Kamera des C 510 liegt, sondern die Datenübertragungstechnik auch einfach gut arbeitet. Das Handy schickt die Daten gefühlt mehr als doppelt so schnell wie die A80.
Für Schnappschüsse unterwegs ist die eingebaute Kamera des C510 übrigens recht gut geeignet und mit einem Extra-Auslöser, der die üblichen zwei Druckpunkte bietet auch recht komfortabel zu bedienen. Klar, eine richtige Kamera ersetzt es nicht.


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