Das Leben usw.

Kassel an der Nordsee?

Februar 2, 2009 · 3 Kommentare

Seit geraumer Zeit interessiere ich mich ja verstärkt für Geologie. Warum? Vielleicht, weil ich schon immer etwas langsam war und meine geistige Entwicklung mit der Kontinentaldrift korreliert?

Egal! Jedenfalls ist Geologie eine sehr interessante Sache, selbst vor der eigenen Nordhessischen Haustür, wo der später aufkommende Vulkanismus den tertiären Muschelkalk durchbrochen und mit Tuff und Basalt überdeckt hat.
Tatsächlich hätte man im Kasseler Becken sogar schwimmen können (heutzutage geht das nur, wenn die Fulda über die Ufer tritt – oder in den dafür vorgesehenen Einrichtungen). Ja, hier gab es sogar Meeressand, bzw. den gibt es heute noch. Er sieht nur ein bisschen verändert aus.
Vorsicht dürfte in (viel) früheren Zeiten aber angebracht gewesen sein, denn, so legen es Fossilienfunde nahe, hier hat es Haie gegeben. Wirklich!
Okay, das ist jetzt schon ein bisserl her, zugegeben. Und eine Tourismusindustrie gab es damals eigentlich auch nicht so wirklich, geschweige denn Touristen… also zumindest keine menschlichen.

Aber einige Erkenntnisse über die geologische Vergangenheit lesen sich heutzutage fast wie die Vorhersage der Folgen der globalen Erwärmung:

In Deutschland reichte im Oligozän vor etwa 30 Millionen Jahren die Nordsee bis zum Niederrhein und in den Raum von Kassel (Hessen). Ostdeutschland war bis zum Harz und Leipzig (Sachsen) vom Meer überflutet.

Noch Fragen?

Gut, so schnell kommt das jetzt nun nicht wieder. Das dauert (wenn es überhaupt so kommt). Und auch die Arbeiten an der Uferpromenade gehören nicht in diesen Kontext. Die soll einfach nur an der Fulda entlang führen.
Aber wenn man sich so vorstellt: Meeresspiegel ein paar Meter ‘rauf und vielleicht senkt sich Norddeutschland noch ein bisschen ab – so was gibt’s ja in der Geologie – und schon steht der Drehort für die dreitausendsibenhunderteinunvierzigste Staffel von Baywatch fest, oder? ;-)

Kategorien: Geologie · Satire

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