Das Leben usw.

Für die einen ist es Science Fiction, für die anderen … (Satire)

November 18, 2008 · 1 Kommentar

Für Gegner der britischen Armee gibt es jetzt gleich zwei Ratschläge, wenn die königliche Armee beginnt, mit Granatwerfern zu arbeiten. Der erste ist natürlich: In Deckung! Der zweite: Bitte lächeln – es könnte sein, dass Sie gefilmt werden. (Und wenn nicht, sterben sie vielleicht mit einem Lächeln auf den Lippen…)

Eine schottische Firma hat nämlich eine Kamera entwickelt, die mit Granatwerfern verschossen werden kann. Das berichtet die BBC. Ich nehme mal an, wenn sie diesen Start überlebt, wird auch die Landung kein wirkliches Problem sein. Jedenfalls filmt dieses Ding nach dem Start alles in einem Winkel von 360 Grad (wenn das überhaupt ein Winkel ist) und übermittelt die Bilder in Echtzeit an die, die etwas sehen wollen. Alternativ kann man das Teil natürlich auch einfach per Hand irgendwo hin werfen.

Wie viele Menschenleben statt dessen gerettet werden könnten, wenn man, statt solche Kameras anzuschaffen, das Geld in die Versorgung von Hungernden und die Sicherung der Wasserversorgung investieren würde., konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Aber ich vermute mal, für jede Kamera dürften es einige Hundert sein.
Für die, aber eben auch nicht nur für die, würde sich dann auch die Sicherheitslage dramatisch verbessern.

Übrigens, das Teil (also die Granaten-Kamera) wird I-Ball genannt. Das „I“ soll wahrscheinlich wie bei den vielen anderen I-Produkten so viel wie intelligent bedeuten. Ob es aber wirklich so intelligent ist, riesige Mittel in die Entwicklung immer neuer militärischer Technologien zu stecken, während anderswo die Leute verhungern, lasse ich mal dahin gestellt. Und die Witze, die, so kann man sich leicht vorstellen, mit der Produktbezeichnung I-Ball in Anbetracht der Doppeldeutigkeit des Wortes Ball gerade im amerikanischen Englisch gemacht werden dürften, fallen wahrscheinlich nicht unter die „I-“Kategorie.

Ach und noch was: Es wird ja schon darüber nachgedacht, die Technologie im I-Ball (irgendwas muss das Ding ja so robust machen) auch in anderen militärischen Geräten einzusetzen. Man darf also gespannt sein, was da noch (geflogen) kommt.
Wie wäre es zum Beispiel mit einer I-Dusche zum Ende der Schicht? Oder mit I-Food („Volle Deckung – Essen ist fertig!“)? Das würde auch dem Begriff des Fast-Foods eine ganz neue Bedeutung geben (Buletten jenseits der Schallgeschwindigkeit…!).

Nebenwirkungen wären aber nicht auszuschließen. („Blutbad?“ „Nein, der I-Ketchup ging daneben“, „Schau mal, ‘ne fliegenden Untertasse“ „Quatsch, das ist ‘n Teller Gemüsesuppe“). Deshalb dürfte man das auch nicht in der Nähe von Raketenfrühwarnstationen einsetzen. Wäre doch blöd, wenn der Dritte Weltkrieg durch eine versehentlich verschossene Currywurst ausgelöst würde.

Und Achtung: Bisherige I-Produkte, wie z.B. Apple Computer, Musikabspieler usw. lassen sich (zumindest noch) nicht mittels Explosivladung transportieren – also nicht zu Hause versuchen. Auch nicht einfach Papis neue Videokamera in einen Fußball stecken, I-Ball draufschreiben und dann ‘gib-ihm’. Das könnte nicht nur Ärger mit dem Familienvorstand, sondern auch gebrochene Zehen bedeuten. Deshalb noch mal: Don’t try this at home!!!

Kategorien: Satire · Technik

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