Ganz plötzlich ging es zum Schluss und nun hat sich Microsoft doch durchgesetzt. OOXML ist ein ‘Standard’. Die Einsprüche wurden anscheinend im Schnellverfahren vom Tisch gewischt. Und das bei einem Dateiformat mit einer 6000 Seiten langen Spezifikation, das so leicht in Software zu implementieren ist, dass auch Microsoft den Schritt noch nicht gemacht hat.
Ich vermute mal, dass es eigentlich keine technischen oder sonstigen Vorteile von OOXML gegenüber OpenDocument-Format (ODF) gibt – außer, dass es mit dem ISO-Segen den Microsoft-Lobbyisten leichter fallen dürfte, politische Entscheidungsträger zu überzeugen. Hoffen wir, dass eventuell auftretende Schwierigkeiten, die den ‘offenen Standard’ womöglich doch nicht so offen erscheinen lassen könnten, entdeckt werden, bevor Unternehmen und öffentliche Stellen Millionen an Steuergeldern für Software-Lizenzen aus Redmond ausgegeben haten. ODF ist erprobt, funktioniert. Das hat man sich wohl übrigens auch bei der NATO gedacht und sich schon im Juli für ODF entschieden.
Weitere, wichtige Gedanken zum Thema, die ich nicht besser ausdrücken könnte, äußert Wolff auf seiner Seite, die ich ausdrücklich empfehlen möchte.

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