Das Leben usw.

Jetzt ist es amtlich: Wasser auf dem Mars

August 1, 2008 · Kommentar schreiben

Nun ist es soweit: Die Nasa und alle Raumfahrtenthusiasten können weiter träumen, denn erstmals wurde das bisher nur stark vermutete Wasser auf dem Mars tatsächlich nachgewiesen.

Damit stünde eine wichtige Ressource für künftige Marsexpeditionen zur Verfügung. Aus dem simplen H2O lässt sich nämlich vieles machen: Sauerstoff zum Atmen, Treibstoff für Raketen und trinken kann man es schließich auch. Das ist nicht zu verachten, denn auf der ISS beispielsweise muss Wasser möglichst komplett recycled werden (sehe ich da einige die Nase rümpfen? Raumfahrer dürfen nun mal nicht empfindlich sein).

So! diese Frage wäre nun geklärt. Stellt sich nur eine andere Frage: Ist für diese ganzen Segnungen denn überhaupt genug Wasser da?

Eigentlich möchte man meinen, wenn eine irdische Sonde so mehr oder weniger auf’s Geratewohl auf dem Mars landet und gleich Wasser findet, dass es dann wohl sehr verbreitet sein dürfte. Schön, aber da erinnere ich mich an den Berg Lookitthat in einem Scince-Fiction-Roman von Larry Niven – ich weiß nicht mehr welchen.
In dieser Geschichte hat eine der frühen insterstellaren Erkundungssonden auf einem Planeten in der Nähe von Tau Ceti eine für Menschen bewohnbare Umgebung identifiziert. Die nachfolgenden Siedler allerdings erfasst das schiere Grauen, als sie über den von unendlich tiefen Nebeln verdeckten Planten fliegen, auf dem ein Druck von 60 Bar und höllisch heiße Temperaturen herrschen. Mit dem letzten Tropfen entdecken sie schließlich einen extrem hohen Berg den, Mount Lookitthat, der weit genug aus der dampfenden Hölle herausragt, um auf seinem eng begrenzten Gipfelplateau erträgliche Lebensbedingen zu bieten. Dort war die Erkundungssonde gelandet und auf diesem kleinen Raum muss die menschliche Kolonie nun überleben.
Es wäre peinlich für die zukünftigen Marsastronauten festzustellen, dass die angepeilte Tankstelle nur einen Kanister voll Sprit besitzt.
Aber nein, das wird wohl nicht passieren, denn der Mars ist erstens viel näher als Tau Ceti und deshalb werden zweitens bis zu einer bemannten Marsexpedition wohl noch weitere Sonden dort hin fliegen.
Ich hoffe nur, dass diese Marsexpedition noch verschoben wird, bis die dringendsten Probleme auf unserem Planeten wenigstens ansatzweise gelöst worden sind – Hunger, Armut. Das wäre mit dem Geld, das eine bemannte Marsexpedition kosten würde, nämlich spielend möglich. (Gut, notfalls müsste man auch mal die weltweiten Rüstungsausgaben für ein oder zwei Wochen noch drauf legen.) Aber ich gebe es zu: Das ist nur eine – durch nichts zu begründende – Hoffnung.

Kategorien: Raumfahrt · Technik · Wissenschaft

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