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Erfahrungsbericht. Linux auf ThinkPad X31 (Teil3)

April 20, 2008 · 3 Kommentare

Nun habe ich einige Zeit mit Kubuntu auf dem X31 gearbeitet. Besonders interessierte mich dabei natürlich mein altes Problem mut dem sudo-Befehl.
So war eine meiner ersten Aktionen, mit visudo den Editor für die entsprechende Konfiguration auf, um die ‘Wirkungszei’ für diesen Befehl von 15 Minuten auf 0 zu setzen. Damit sollte sudo nur noch für den unmittelbar danach eingegebenen Befehl gültig sein. Doch welche Überraschung. Die Datei /etc/sudoers sah so aus:

# /etc/sudoers
#
# This file MUST be edited with the ‘visudo’ command as root.
#
# See the man page for details on how to write a sudoers file.
#

Defaults env_reset

# Uncomment to allow members of group sudo to not need a password
# %sudo ALL=NOPASSWD: ALL

# Host alias specification

# User alias specification

# Cmnd alias specification

# User privilege specification
root ALL=(ALL) ALL

# Members of the admin group may gain root privileges
%admin ALL=(ALL) ALL
~

Schön, dachte ich. Hat man das Problem also schon gelöst. Doch leider stellte ich beim Nachinstallieren von Software fest. dass ich beim wiederholten Aufruf des Paketmanagers adept nach etwa 5 Minuten kein Passwort eingeben musste. Das bedeutet, es sind noch immer Superuser-Privilegien aktiv. Nun heißt es erstmal wieder googeln.

Ansonsten bin ich mit dem System recht zufrieden. Das es merklich langsamer läuft als Debian Lenny auf dem R51 mag an der geringeren Speicherausstattung und dem etwas langsameren Prozessor (1,4 GHz) liegen. Zum anderen mag es eine Rolle spielen, dass ich auf dem R51 einen für 686er Systeme optimierten Betriebssystemkern benutze, den ich für Kubuntu leider noch nicht entdecken konnte.
Für meine Zwecke ist die Arbeitsgeschwindigkeit jedoch mehr als ausreichend und immer noch um einiges höher als die des Redmonder Betriebssystems mit den X-tended P-roblems. ;-)

Einen etwas merkwürdigen Effekt musste ich bei den Stromsparfunktionen feststellen: Zwar funktioniert der Suspend to RAM anstandslos, aber anscheinend nur einmal pro Sitzung. Habe ich mehrfach den Deckel des X31 geschlossen, bleibt der Bildschirm dunkel. Ein wirkliches Problem ist das aber für mich nicht. Ich brauche die Funktion sehr selten und das Gerät hält auch mit dem gebrauchten Akku noch mehrere Stunden durch. Und wahrscheinlich wird dieses Problem, sollte es ein allgemeines sein, ja auch schnell behoben - wie bei Linux üblich. Der Lüfter springt übrigens sehr selten an. Das hat den Vorteil von recht warmen Knien in schlecht beheizten Büros und - Scherz beiseite - von einem in der Regel extrem geringen Geräuschpegel, da in der Zwischenzeit ja nur die Festplatte leise vor sich hin rauscht.
Fazit:
Alles in allem eine gelungene Aktion. Durch den Verzicht auf Komponenten des anderen Desktops und der (K)Ubuntu-Philosophie, nur ein Programm für jeden Zweck zu verwenden, ist das System sehr schlank. Weniger als 1000 Programmpakete wurden installiert. Trotzdem ist alles Wesentliche vorhanden und funktioniert. Gerade WLAN ist z. B. überhaupt kein Problem mehr. Installieren und geht. Diese in meinen Augen etwas merkwürdige Sudoerei stört mich aber noch etwas. Mal sehen, was sich machen lässt. Ansonsten könnte mich Lenny mit seinem 686-Kernel auch reizen. Schau’n mer mal.

Kategorien: Computer · Erfahrungsberichte · Linux · Software · Technik

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