Angeblich, weil es bei über drei Millionen Autos zu Problemen kommen kann, wurde die umstrittene Biosprit-Verordnung zurückgezogen. Ist das wirklich der Grund. Wahrscheinlich nicht, aber ein willkommener Anlass. Denn längst sind Studien bekannt, die die Umweltschädlichkeit von Biosprit belegen. Biosprit setzt durch die nötige maschinelle Bodenbewirtschaftung, die nötige Düngung und die Herstellung mehr CO2 frei, als Sprit aus Erdöl. Dazu kommen noch die wirklich katastrophalen Auswirkungen durch Brandrodung von Urwältern, Preiserhöhungen bei Lebensmitteln weltweit (weil mehr für Sprit als für Nahrung an gebaut wird) usw. Für die beabsichtigte Quote von 10 % Zusatz, würden noch zusätzliche landwirtschaftliche Flächen umgewidmet.
Wie so oft in der Politik, sieht das natürlich offiziell ganz anders aus. Die Autoindustrie sei schuld, man habeihr nur helfen wollen, die CO2-Reduktion zu bewältigen usw. Dabei waren die ursprünglichen Eintscheidungen nur einfach voreilig, bzw. schienen auf dem damaligen (allerdings eigentlich offensichtlich begrenzten) Wissensstand richtig, heute aber falsch. Die Korrektur war unabdingbar.
Die Entscheidung halte ich also für richtig, die angegebenen Gründe für falsch. Was soll’s… In diesem Fall finde ich hauptsächlich wichtig, was hinten ‘raus kommt.
Und die Perspektive für die Zukunft lautet: An der Reduktion des Verbrauchs kommt keiner vorbei. (Vielleicht spricht sich das ja auch mal bis zur Verpackungsindustrie herum. Das wäre schön.)
Keine Bioaethanolerhöhung im Sprit
April 4, 2008 · Kommentar schreiben
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