Das Leben usw.

Erfahrungsbericht: Linux auf ThinkPad X31 (Teil1)

März 27, 2008 · 4 Kommentare

(Dieser Bericht hat im Teil 1 vielleicht eher den Charakter eines Tagebuchs, schildert einige meiner Überlegungen und ist deshalb vielleicht etwas langatmig geraten. So viel als Warnung vorweg.)

Teil 1: Wieso? Warum? Vorarbeiten…

Schnuckelig ist der Kleine. Ganze 12 Zoll Bildschirmdiagonale und gerade mal 1, 6 oder 1,7 Kilo Gewicht. Aktuell ist er nicht mehr. Aktuell wäre in dieser Kategorie ein Lenovo ThinkPad X61 oder so etwas. Der hier stammt noch aus der Zeit, als Big Blue die Laptop-Sparte noch selbst betrieb.

Eigentlich hatte ich ja mit dem EeePC von Asus geliebäugelt, der aber dummerweise nicht lieferbar war. Wie ich irgendwo gelesen habe sollen Lieferprobleme des Akkuherstellers der Grund sein – und die gigantische Nachfrage natürlich. Dann dachte ich mir, dass das Erscheinen der verschiedenen kleinen Rechenknechte in letzer Zeit vielleicht auch auf die Gebrauchtpreise von anderen Subnotebooks drücken würde. Ein schneller Blick bei einen Online-Auktionshaus bestätigt dieses zwar. Leider musste ich aber auch feststellen, dass das Angebot nicht besonders üppig war. Und deutsche Tastaturaufkleber selbst applizieren, darauf hatte ich dann doch keine Lust. Eben so wenig Lust hatte ich auf Druckstellen auf dem Display – was auch immer das sein mag…

Wie gut, dass sich mein Wunsch bis zu einem Bekannten herumsprach, der sich wirklich etwas aktuelles zulegen wollte: Einen Tablet-PC. Sein altes X31… keine Verwendung mehr, zu langsam, zu kleine Festplatte usw. Und irgendwann setzt sich Vista dann doch durch… Na meinetwegen. Preislich wurde man sich beim Äquivalent des Eee-PCs schnell einig.

Der hat sicherlich ein helleres Display als dieser Rechenknecht und an mein elibtes Flex-View-Panel des R51 reicht das des X31 lange nicht heran. Dafür habe ich nun was wirklich Transportabeles für Unterwegs: Keinen Schlepp-Top, sondern wirklich einen Laptop. Die Tastatur – das freut mich besonders – ist auch für Vielschreiber und Blindschreiber geeignet. Da hatte ich beim Eee-PC etwas bedenken. Das Display ist groß genug für alle geplanten Aufgaben: Mobiles Internet und Büroanwendungen (Schreiben, Tabellenkalkulation, PIM).

Für MS-Visio und meinen Französisch-Kurs auf CD und ein paar kleine Spezialprogramme bleibt das vorinstallierte XP erst einmal drauf. Wenn ich es schaffen sollte, alles mit dem Emulator wine oder CrossOver laufen zu lassen, fliegt auch das von der Platte.

Doch zunächst nervt es mich einmal mit der ewigen Zeit, die ich brauche um “Laufwerk C:” (wie ungewohnt) zu defragmentieren. Defragmentieren, so etwas gibt es bei Linux gar nicht. Hier gibt es intelligente Dateisystem, die fast alle nötigen Wartungsarbeiten im laufenden Betrieb erledigen. Da aber die gigantischen 30 GB in versciedene Partitionen aufgeteilt werden müssen, heißt es erst mal warten. So etwa eine Stunde ist er schon dran – und steht bei 30 Prozent, oha!

Lange habe ich überlegt, welche Distribution ich drauf packe. Viel Platz ist ja nicht (wenn auch wesentlich mehr, als auf einem Eee-PC). Ein komplettes Desktop-Environment bietet natürlich einen gewissen Luxus, Interoperabilität zwischen Anwendungen usw. Der geringe Platz spräche da für Gnome (ausgesprochen Dschi-Noum wie englisch Genom – hier werden keine kleinen Menschen missbraucht!). Andererseits mag ich es, wenn ich, gerade auf einem kleinen Bildschirm, mir die Schriftarten und -größe für Fenster, Menüs usw. selbst einstellen kann, was wiederum für KDE spricht. Tatsächlich bin ich immer noch beim Überlegen. (33 % – Oh mein Gott…)

Tja, die Qual der Wahl hat man bei Windows nicht, was allerdings kein Vorteil ist.

Stunden später: Die Defragmentierung ist abgeschlossen, sogar schon zum dritten Mal. Warum immer noch einige Dateien sich (nach der Grafik zu urteilen) auf der Mitte der Platte herumtreiben, ist mir schleierhaft. Aber Defrag ändert nun nichts mehr. Zwischendurch hat das Programm immer wieder hohe Prozentzahlen gezeigt, dann aber wieder von mit 1% weitergemacht. Keine Ahnung, warum.

Die eigentliche Installation werde ich aber auf morgen verschieben. Heute ist es schon zu spät.

(Zu Teil 2)

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4 Antworten bis hierher ↓

  • oldman // März 27, 2008 um 7:59 | Antworten

    Nimm Xfce4 als Desktop :-)

  • home42 // März 30, 2008 um 8:35 | Antworten

    @ oldman:
    Hatte ich in Erwägung gezogen. Die Ersparnis an Arbeitsspeicher beträgt aber anscheinend auch nur 8 MB. Und nur einen Windowmanager zu nehmen… Ein wenig Komfort darf dann doch sein. Daher bin ich bei KDE geblieben, auch der guten Konfigurierbarkeit wegen.

    Allgemein:
    Zum Teil 2 bin ich nicht gekommen, erfolgt wahrscheinlich morgen.

  • Erfahrungsbericht: Linux auf ThinkPad X31 (Teil 2) « Das Leben usw. // März 31, 2008 um 1:22 | Antworten

    [...] (Zu Teil 1) [...]

  • oldman // April 2, 2008 um 3:27 | Antworten

    Das erscheint mir sehr wenig – ich hatte mal irgendwo gelesen, das es wesentlich mehr als die 8MB Unterschied sind und Xfce gerade für ältere Rechner besonders gut geeignet ist.
    Ich habe auf einem Laptop Gnome, KDE und Xfce installiert und arbeite inzwischen am liebsten mit Xfce. Bei KDE begeistern mich die vielen nützlichen Anwendungsprgramme, die es dafür gibt.
    Schön finde ich halt auch, dass ich beim Start auswählen kann, in welcher Umgebung ich arbeiten will. Wenn man genug HD-Platz hat, ist das eine schöne Sache.

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