Da eiert zum Beispiel ein außer Kontrolle geratener Spionagesatellit um die Erde und wird wohl bald abstürzen. Das wäre ja kein Problem, aber erstens ist das Gerät 9000 Kilogramm schwer und hat zweitens die Größe eines Kleinbusses. Uiuiuih!
Ja und drittens hat er sogar noch giftigen Raketentreibstoff an Bord - Hydrazin (N2H4). Jetzt frage ich mich: Wozu hat ein Satellit, Raketentreibstoff an Bord? Eigentlich klar: Spionagesatelliten fliegen tief (da lässt es sich besser spionieren) und außerdem ist es ja auch für so einen Spion von der National Security Agency (NSA) oder dem National Reconnaissance Office (NRO) der USA langweilig, immer den gleichen Bildausschnitt zu sehen. Deshalb lässt man Spionagesatelliten munter umherkurven und dazu braucht es Treibstoff. Übrigens: Ja! Auch das NRO hat natürlich eine Seite für Kinder, wie CIA und NSA auch.
Zurück zum Treibstoff. Der ist natürlich auch irgendwann einmal alle, zuende, finito. Dann ist nichts mehr mit Umherkurven. Schlimmer noch: Jeder niedrig fliegende Satellit kreist eigentlich noch in den letzten Ausläufern der Erdatmosphäre, sei sie dort auch noch so dünn. Die bremst ihn ab, zwar ganz langsam, aber sicher. Und dann plumpst er vom Himmel, es sei denn, man gibt ihm rechtzeitig einen kleinen Schubs - das braucht Treibstoff. Und ist der alle, zuende, finito, dann macht’s früher oder später “plumps”! Es sei denn, man fliegt hoch und tankt nach. So etwas soll, dem Hörensagen nach, schon gemacht worden sein.
Bei diesem aktuellen Teil muss wohl aber früher was schief gegangen sein, denn er hat, wie man sagt, noch Treibstoff an Bord und das ist ganz schön doof. Denn weil der Satellit auch noch so groß ist, wird er wahrscheinlich nicht restlos in der Atmosphäre verglühen. Und wenn wir jetzt Glück haben, macht’s “platsch” und er fällt irgendwo in den Ozean. Das wäre den Amerikanern wohl auch am liebsten, denn dann kriegt auch keiner ihre wahrscheinlich vom Feinsten seiende Technik und es gibt keinen Ärger mit anderen Leuten. Und wenn er auf’s Land kracht, halten sich die Leute fern, weil er ja giftig ist - wie praktisch.
Die Aussagen des Sprechers des Nationalen Sicherheitsrates, Gordon Johndroe, Die Regierung sei bemüht, Schäden abzumildern, die der Satellit verursachen könnte, erstaunen mich aber. Wie will man die Schäden abmildern, wenn man keine Kontrolle hat. Und wenn einem das Teil erst mal auf den Brägen geknallt ist, dürfte das Abmildern schwierig sein. (Ob eine großzügige Spende an die Verwandtschaft da hilft, wage ich zu bezweifeln.)
Immerhin: Kleiner als die MIR ist er ja. Und von der kam nicht viel hier unten an.

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