Das Leben usw.

Deutsche Autos Top – bei den Worst-Lobby-Awards

Dezember 4, 2007 · 3 Kommentare

Bei deutschen Autoherstellern zählt offenbar die Geschwindigkeit. Nein, nicht schnell… Langsam muss es gehen – mit der CO2-Reduktion vor allem. Dafür wurden BMW, Daimler und Porsche mit dem Worst-EU-Lobby-Award ausgezeichnet. Schließlich muss es dem, der es sich leisten kann doch erlaubt sein, mal eben so ein halbes bis ein Pfund Kohlendioxid in die Luft zu blasen – pro Kilometer wohlgemerkt. Nebenbei bemerkt: Italienische und Französische Autos erreichen die angepeilten Ziele beim Flottenausstoß von CO2 von 120 Gramm/Kilometer schon jetzt fast. BMW liegt bei 190 (wer kauft schon einen BMW zum Spritsparen und Umweltschonen?), Daimler bei 187 (Flottenausstoß! Da sind auch die Kleinen mit eingerechnet) und Porsche lässt es krachen: Fast 300 Gramm CO2 pro Kilometer im Durchschnitt aller Modelle.

Das Deutsche Atomforum erhielt übrigens den Sonderpreis “Worst-EU-Greenwash”-Award für seinen Versuch, den Klimaschutz in der Öffentlichkeit für die Verlängerung von Kraftwerkslaufzeiten von Alt-AKWs zu instrumentalisieren.
Dummerweise könnte infolge der Erderwärmung die Wassertemperatur der Flüsse so weit ansteigen, dass die AKWs ihre Leistung drosseln müssen, weil nicht genügend Kühlleistung zur Verfügung steht – was die Restlaufzeit sowieso verlängern wird.

Manchmal werde ich das Gefühl nicht los, das die Welt auf einen Abgrund zu steuert – und einige Leute haben nichts anderes zu tun, als ordentliche Gas zu geben.
Nebenbei bemerkt: Allein in den USA werden jährlich etwa 1000 000 000 US$ für irreführende PR in Punkto Umswelt ausgegeben, also um umweltschädliche Produkte an Mann und Frau zu bringen. Was man damit für die Umwelt tun könnte…

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