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Ich danke allen Lesern für ihr Interesse!

Charts von Anno Dazumal

Eine Bekannte fragte mich nach dem River Kwai Marsch, so dass ich mal die Wikipedia anwarf. Da findet man ja immer was. Und ich staune: Das allseits gern gepfiffene Stück Filmmusik findet sich in den Bravo-Jahres-Charts auf Platz 2 – im Jahre 1958! ich wusste bislang nicht, dass es diese Charts schon so lange gibt.
Gut, es hat mich ja auch nicht sooo dringend interessiert. Aber wie das mit manchen Begebenheiten so ist, eigentlich interessiert es vorher nicht, aber staunen tut man hinterher dann doch.

Operation vielleicht gelungen – Zerlege mein Sony Ericsson C510 Handy

Ja, ich weiß, man sollte beim Aussteigen aus dem Auto nicht sein Mobil-Telefon und einen Pappbecher mit Capuccino in der gleichen Hand halten. Also nicht, dass jetzt einer denkt, dass ich während der Fahrt beim Kaffeetrinken telefoniert hätte – ich bin schließlich nicht lebensmüde! Immer schön beide Hände am Steuer. Aber man will ja seine Sachen nicht im Auto liegen lassen.
Nun gut: Ausgestiegen, kurz gestolpert und… platsch. Mit Zucker und allem Drum und Dran… Yippeeh ;-(

Nach oberflächlichem leichten Abwischen wähnte ich mich zuerst in Sicherheit: Display leuchtete noch, die Wippe ging auch. Dann am Abend ein unerklärliches Phänomen: Ich will einen Anruf annehmen und es geht nicht. An den blöden Kaffee dachte ich gar nicht mehr. Am nächsten Tag stellte ich jedoch fest, dass ich auch nicht mehr wählen konnte. Die Anruf-Taste geht nicht. Nur die, sonst ist alles in Butter – naja, eher Sahne oder so.
Dank Internet gleich eine Zerlegungsanleitung für das Teil gefunden und angefangen.

Allerdings habe ich die Anleitung nur bis zu dem Punkt befolgt, an dem die weiße Folie unter der Tastatur zu sehen ist.

hier kam dann erstens ein Binokular mit 20-facher Vergrößerung zum Einsatz (die Hälfte wäre besser). Ohne das Bino oder eine starke Lupe hätte ich keine Chance gehabt. So sah ich, dass der Schmodder, den ich zwar von der Oberseite der weißen Folie abwischen konnte, sich seitlich weiter fortsetzt und offenbar daraunter gezogen ist.

Nächstes Werkzeug: Ein sehr scharfes Taschenmesser. Damit hob ich die Folien an der oberen linken Ecke leicht an.

Nächstes Werkzeug: Eine Zecken-Pinzette. Diese nutzte ich, um den Folienzipfel, den ich mit dem Messer vorsichtig gelöst hatte, vorsichtig weiter ab zu ziehen.

zum Vorschein kam darunter noch eine weitere transparente Folie, unter der sich offenbar Flüssigkeit befand – allerdings eine klare Flüssigkeit!

Diagnose: Nicht das koffeinhaltige Heißgetränk mit Milchprodukt vom gehörnten Paarhufer hat dem Gerät geschadet… es war wohl eher mein etwas übereilter und nicht ganz durchdachter Reinigungsversuch mit einem leicht feuchten Tuch. War wohl etwas zu feucht. Aber, mein Gott, dass Teil hatte ja auch schon mehrfach Regen überstanden. Und außerdem, wie hätte ich den zuckerigen, klebrigen Kram sonst abbekommen?

Jaja, schon klar, irgendwo in den Weiten des Internets habe ich dann auch mal den Tipp gelesen, dass Ding in Alkohol einzuweichen und dann ein oder zwei Tage zu trocknen. Aber das war erst DANACH! (Mist!)

Nun habe ich vorsichtigst auch noch seitlich die erwähnte transparente Folie angehoben, aber nur an einer kleinen Stelle und hoffe, dass das darunter auch trocken wird. Dort scheinen sich die Kontakte der Taste zu befinden. Unter das geliftete Stücken Folie habe ich den kleinsten Schraubendreher, den ich habe geschoben (keine Sorge nur ganz am Rand), damit etwas Luft die ganze Sache trocknet. Jetzt warte ich bis morgen ab und hoffe, dass ich den ganzen Kram wieder zusammenbringe. Vielleicht hat es ja geklappt.

Das Ei war eher

Nur noch mal so nebenbei, quasi der Vollständigkeit halber zur Frage, was zuerst da war, Henne oder Ei:

Man hat das Fossil eines Flugsauriers mit Ei gefunden.

Herzlichen Glückwunsch, Wikipedia!

Heute wird die freie Online-Enzyklopedie Wikipedia offiziell 10 Jahre alt. Sie hat die Welt verändert. Und mein Blog wäre ohne sie nicht dasselbe. Noch nie waren so leicht, so schnell und (was für eine Menge Menschen auf der Welt sehr wichtig sein dürfte) so kostengünstig fundierte Informationen zu allen möglichen Themen und Sachgebieten zu bekommen.
Trotz aller – sicherlich auch manchmal berechtigter Kritik – bleibt meine Bewertung eindeutig positiv.
Und deshalb:

Herzlichen Glückwunsch, Wikipedia!

Lesenswert:
Sueddeutsche.de: „Zehn Jahre Wikipedia. Das Gedächtnis der Welt
tagesschau.de: „Zehn Jahre Wikipedia. Eine Erfolgsgeschichte des freien Wissens“
Wiki-Watch

Sueddeutsche.de: „Bildstrecke: Falschmeldungen bei Wikipedia: Der einsame Mann im Mond“ (Ja, ich weiß, eigentlich mag ich Bildstrecken ja nicht…)